Lokalsport: Endstation Cloppenburg

Lokalsport : Endstation Cloppenburg

Nach der Niederlage im Emsland sind die MSV-Frauen im Pokalwettbewerb nur noch Zuschauer.

Am kommenden Sonntag empfängt der MSV Duisburg in der Frauenfußball-Bundesliga das noch punktlose Schlusslicht Borussia Mönchengladbach und will mit einem Pflichtsieg nach Möglichkeit die Abstiegsplätze verlassen. Schon unter diesem Gesichtspunkt war das Spiel im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten BV Cloppenburg keine erfreuliche Generalprobe - mal ganz davon abgesehen, dass die Zebras nach der 0:1 (0:0)-Niederlage das in weiter Ferne lockende Finale in Köln abschreiben können und in dem auch finanziell nicht unwichtigen Wettbewerb nur noch Zuschauerinnen sind.

Auch wenn Trainerin Inka Grings vor der Partie durchklingen ließ, dass natürlich der Klassenerhalt in der Bundesliga über allem steht, hätte sie sich von ihren Schützlingen doch ein anderes Auftreten beim Zweitliga-Aufstiegsaspiranten erwartet. Das lässt auch ihr Fazit erkennen: "Heute hat die Mannschaft gewonnen, die von der ersten bis zur letzten Spielminute an sich geglaubt hat und unbedingt in die nächste Runde einziehen wollte. Es war eine verdiente Niederlage für uns." Das ist bitter genug.

Der MSV, bei dem Lee Falkon und Anna-Sophie Fliege für Lara Heß und die verletzte Danica Wu in die Startelf rückten, konnte vor der Pause nur wenig Gefahr erzeugen. Lediglich Kathleen Radtke köpfte nach 35 Minuten einmal knapp über das gegnerische Tor. Auf der anderen Seite musste Keeperin Lena Nuding zweimal gegen Katarina Kolar klären. Neun Minuten nach Wiederbeginn war sie bei einem Schuss von Lisa Josten erneut zur Stelle.

Nachdem Lee Falkon die zweite MSV-Möglichkeit des Spiels ausgelassen hatte, gelang Cloppenburg in der 68. Minute der letztlich entscheidende Schlag, als Lysanne van der Wal eine Hereingabe von Agnieszka Winczo zum 1:0 über die Linie drückte. Zwar versuchte Inka Grings danach mit den eingewechselten Sofia Nati und Lara Heß noch einmal die Wende einzuleiten, doch statt eigener Chancen gab es eine Reihe von Kontersituationen für den BVC. Die Gastgeberinnen ließen die Möglichkeit liegen, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.

(RP)