Elfmeter-Pfiff sorgt für Ärger im Spiel des ESV Hohenbudberg II gegen SuS Rayen

Fußball : Spiel des ESV Hohenbudberg II wird abgebrochen

In der Kreisliga C kommt es im Duell mit dem SuS Rayen zu einer vermeintlichen Tätlichkeit. Die Polizei wird gerufen.

Erneut musste am vergangenen Sonntag ein Fußballspiel abgebrochen werden, weil es nach einer Schiedsrichterentscheidung wieder zu Tätlichkeiten gekommen sein soll. Dabei dreht es sich diesmal um eine Partie in der untersten Spielklasse im Fußballkreis Moers, in der Gruppe drei der Kreisliga C.

Gastgeber SuS Rayen hatte den ESV Hohenbudberg II zu Gast. Und ein Handelfmeter-Pfiff des Schiedsrichters gegen den SuS nach knapp einer halben Stunde soll nach Angaben der Polizei die Gemüter erhitzt haben. Es sei lauter geworden bei einigen Zuschauern und bei Dirk Jolitz, dem 46-jährigen SuS-Trainer. Der lag schließlich auf dem Boden, weil ihn ein 38-jähriger ESV-Spieler gestoßen oder geschlagen haben soll. Der Trainer habe sich dabei leicht verletzt. Der Gastgeber hatte daraufhin die Polizei gerufen. „Die Rayener Mannschaft hat dann wohl gesagt, dass sie nicht weiterspielen wolle“, so Michael Vorbeck, Geschäftsführer im Fußballkreis Moers. Er weiß, dass der Unparteiische den Angriff nicht beobachten konnte, weil dieser noch mit der Abwicklung des Strafstoßes und dem Foul beschäftigt war. Allerdings habe der Schiedsrichter dann beim Stand von 1:0 für die Gäste die Partie in der 37. Minute abgebrochen.

„Was genau vorgefallen ist, weiß ich auch noch nicht“, sagt Vorbeck. Er möchte jetzt erst einmal die Spruchkammersitzung abwarten. „Ich werde das nicht zu hoch aufhängen“, sagt er. Klarheit wolle er dennoch unbedingt haben. Zu hoch aufhängen will es auch Dirk Jolitz nicht. „Es sind doch Emotionen, die da aufkommen. Ich habe nach dem Abbruch doch mit dem Spieler wieder ganz normal gesprochen“, sagt der SuS-Coach. „Es war ein faires Spiel mit kleinen Nickligkeiten.“ Und die hätten sich hochgeschaukelt.

Beim Handelfmeter – „mein Spieler hat den Ball erstklassig mit der Fußspitze geklärt“ – habe er etwas reingerufen. Der Rest ist Geschichte. „Wir hätten ja dann weitergespielt, aber der Schiedsrichter hat uns mitgeteilt: Gesagt ist Gesagt. Und das Spiel wurde abgebrochen.“

Volker Tauscher, Fußball-Obmann beim ESV Hohenbudberg, sagt: „Man sieht nach dem Fall Asterlagen: Es gibt immer noch viele Probleme im Amateurbereich, und dass die Nationalität keine Rolle spielt.“

Er fühle sich vom Verband etwas alleingelassen. „Wir haben in solchen Fällen keine professionellen und ausgebildeten Ansprechpartner. Ich weiß gar nicht genau, an wen ich mich wenden könnte.“ Allerdings will auch er den Vorfall nicht überbewerten.

(zak)
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