Eishockey: U-15-Team des EV Duisburg in Kanada

Eishockey : Der EVD im Mutterland des Eishockeys

Die U-15-Mannschaft des EV Duisburg hat bei ihrem Besuch in Kanada schon viele Eindrücke gesammelt und ein erstes Freundschaftsspiel verloren. Trainer Dirk Schmitz staunt über ein Public Viewing und den Betrieb auf den Eisflächen.

Eishockey ist der Nationalsport in Kanada. Das ist einfach dahingesagt. Es dann aber auch zu erleben, dass es genau so ist, ist schon etwas anderes. „Beim NHL-Play-off-Spiel der Toronto Maple Leafs gegen die Boston Bruins waren rund um das Stadion einige Straßenzüge gesperrt, weil es dort ein Public Viewing mit tausenden Menschen gab“, berichtete Trainer Dirk Schmitz staunend. „Das gibt es bei uns nicht einmal, wenn ein Spiel in der Fußball-Bundesliga ansteht.“ Schmitz ist selbst ausgewiesener Toronto-Fan. „Wir sind dann in eine Sportsbar gegangen und haben das Spiel dort geschaut“, sagte Daniel Waldschmidt, der die Reise organisiert hat. Die U-15-Mannschaft des EV Duisburg ist wohlbehalten in Kanada angekommen und hat auch bereits ihr erstes Freundschaftsspiel absolviert.

Auch Luca Chromy war dabei. Klingt selbstverständlich, aber der junge EVD-Stürmer und seine Eltern haben eine kleine Odyssee hinter sich. Beim Zwischenstopp wurde eine vermeintlich falsch ausgefüllte Unterlage moniert. „Da wurden eine Null und ein O verwechselt“, sagte Waldschmidt. Also durfte die Familie in Dublin nicht weiterfliegen, sondern konnte erst tags darauf die Weiterreise antreten – mit einem weiteren Zwischenstopp in Chicago. „Als wir abends im Gretzky-Restaurant essen waren, kamen sie aber dazu“, sagte Schmitz, der sich freut, dass alles geklappt hat. „Das war ein Fehler der Fluggesellschaft, die auch die zusätzlichen Kosten übernommen hat.“

Allerdings hatten die Chromys den Ausflug zum CN Tower und in die Hockey Hall of Fame verpasst. „Beides war beeindruckend, sehr beeindruckend sogar“, sagte Schmitz. „Aber wir haben die Tickets für die Chromys, sie können den Besuch während unseres Aufenthalts nachholen.“

Im Mastercard-Centre, der Trainingsanlage der Toronto Maple Leafs­, bestritt der EVD sein erstes Freundschaftsspiel. Dabei mussten sich die Jungfüchse den Markham Islanders mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) geschlagen geben. „Unseren Jungs waren die Reise und die Umstellung auf die kleine Eisfläche anzumerken“, sagte Dirk Schmitz. „Das können wir besser.“ Chancenlos waren die jungen Duisburger beileibe nicht.

„Dort gibt es vier Eisbahnen, die ständig belegt sind“, sagte Schmitz, der über den Betrieb staunte. Vor dem Komplex spielte ein Hobbyteam Baseball. „Das waren Leute, die alle um die 30 Jahre alt waren. Da wir etwas Zeit hatten, bis der Bus uns abgeholt hat, konnten die Jungs den Schläger schwingen und sich im Baseball ausprobieren“, sagte Waldschmidt.

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