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Eishockey: Eishockey-Oberliga wird für die Füchse langweilig

Eishockey : Eishockey-Oberliga wird für die Füchse langweilig

Statt zwölf Mannschaften stehen nur noch acht bereit, die den Duisburgern aber wohl kaum das Wasser reichen können.

Seit Mai trainiert Eishockey-Oberligist EV Duisburg bereits. Trainer Franz Fritzmeier scheucht seine Füchse durch sein Fitness-Programm. Der Coach will seine Cracks bei Kräften halten. Nichts weniger soll am Ende rumkommen als der Aufstieg in die DEL 2. Hier gilt: Das Ziel ist das Ziel. Denn der Weg dorthin erscheint völlig unbestimmt. Statt zwölf Mannschaften stehen derzeit bestenfalls acht Teams für die Vorrunde im Westen zur Verfügung. Die Bulldogs aus Unna-Königsborn treten in der NRW-Liga an und haben sich aus der dritten Klasse zurückgezogen. Die finanziell klammen Kassel Huskies müssen jeden Euro für die Erste in der DEL 2 sparen und haben zur Sicherheit ihre 1b für die Westklasse gemeldet. Dann hatte man die Hoffnung, dass vielleicht die Tilburg Trappers in der Oberliga antreten. Der niederländische Verband habe diesen Plänen aber eine Absage erteilt, wie Ligenleiter Markus Schweer dem Fachblatte Eishockeynews mitteilte.

Für den EVD bleiben damit als Gegner: die Moskitos aus Essen, die Ice Aliens aus Ratingen, der Eisbär aus Hamm, der Herner EV, Aufsteiger EHC Neuwied, die Grefrather EG und die 1b der Frankfurter Löwen. Keine dieser Mannschaften vermag den Füchsen das Wasser zu reichen. Damit kann die Saison nur langweilig werden. Wie lang und wie langweilig, ist ungewiss. Der Verband konnte sich bislang nicht auf einen Marschplan verständigen. Wann trifft man auf die besten Teams aus dem Norden? Wie sieht die Verzahnung mit dem Süden aus? Mindestens zwei Plätze in der Aufstiegsrunde sollen der Westen und der Osten bekommen. Der DEB denkt darüber nach, die Ligen mit nur einem Platz zu bescheiden.

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Gut möglich, dass es für Fritzmeier und sein Team erst im neuen Jahr wirklich ernst wird und man bis dahin "Freundschaftsspiele" gegen meist unzureichende Konkurrenz dem Publikum bieten muss. Lediglich Essen und Herne sollten ernsthaft nerven können. Der Coach sieht das nicht so furchtbar dramatisch und verweist darauf, dass vor allem die Talente in seinem Kader Chancen bekommen: "Sie haben dann die Zeit, sich zu zeigen", so der Coach. Abendfüllend ist ein solches Programm keineswegs. Auch deshalb zieht es den Fuchs in die Zweite Liga. Das Modell Oberliga West erweist sich als wenig zukunftsweisend.

(kew)