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Eishockey: Eishockey: EVD ist in Dortmund favorisiert

Eishockey : Eishockey: EVD ist in Dortmund favorisiert

Frank Gentges erschien an Dienstagabend nicht zur Pressekonferenz. Der Trainer der Dortmunder Elche ließ über seinen Pressesprecher Klaus Picker wissen, dass er von solchen Nachbetrachtungen, während eine Playoff-Serie noch läuft, nicht viel halte.

Man darf Nachsicht walten lassen. Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg hatte das erste Spiel mit 4:1 gewonnen. Da wird der extrem ehrgeizige Gentges wohl bereits über die Taktik für das zweite Spiel im Halbfinale zum Aufstieg in die Zweite Liga gegrübelt haben. Die Zeit ist knapp, denn bereits heute um 19.30 Uhr geht es an der Strobelallee im Westfalenpark weiter. Und: Gentges muss (und wird) sich was einfallen lassen. Der EVD hatte seine Elche fachgerecht von der Bahn geschubst, war taktisch und spielerisch überlegen.

Die erste Maßnahme trug der Pressesprecher vor. Keine Zweifel ließ der gute Mann, dass Dortmund ohne Chance gegen Duisburg sei. Das Finale Duisburg gegen Tölz stand für ihn praktisch schon fest. Auch die Frage, wo ein mögliches viertes Spiel stattfindet, ließ ihn kalt. Man braucht es wahrscheinlich doch gar nicht, sagte Picker. In Dortmund soll am Sonntag das Eis abgetaut werden.

Am Dienstag könnte dort aber noch eine Partie ausgetragen werden. So tief stapelten die Elche, dass man sich fragte, ob Duisburgs Eishalle einen Keller hat. Irgendwo musste die Stapelware ja hin. Gestern ließ Dortmund auch vernehmen, dass Frank Petrozza wegen einer Erkrankung seiner Mutter heute womöglich nicht spielen kann. Petrozza selbst sagt, dass er aufs Eis geht.

EVD-Coach Franz Fritzmeier wird sich nicht blenden lassen. Er weiß genau, dass der Gegner keineswegs die Serie schon aufgegeben hat. Genau diese Ernsthaftigkeit gilt es dem so überlegen aufspielenden Personal zu vermitteln. Wenn man überhaupt ein Haar in der Suppe finden will, dann lockt sich dieses um den Löffel: Vermeintlich leichte Spiele nimmt der Fuchs auch gern leicht. Kaum stand es am Dienstag 2:0, da nahmen die Hausherren den Fuß vom Gas und machten es unnötig spannend. Nur diese Laxheit muss der Coach fürchten.

Geht es weiter mit hoher Konzentration und Ernsthaftigkeit, dann könnte sich die Frage, ob es in Dortmund am Dienstag Eis gibt, bereits am Sonntag erledigt haben. Im dritten Spiel kann der EVD den Sack zubinden. Ob Fritzmeier es will oder nicht: Am Dienstag fand ein Rollenwechsel statt. Vor der Partie hatte er Dortmund als Favorit gesehen. Die Bürde muss nun seine Mannschaft tragen. Zum ersten Mal in dieser Saison hatten die Füchse gegen Dortmund klar Oberwasser. Diese Qualität ist auch heute gefragt. Der Vorteil des EVD: Das Team ist weiter komplett und kann mit vier Reihen aufs Gas drücken.

(kew)