Eishockey: EV Duisburg verliert gegen Halle und in Rostock

Eishockey : Ein Wochenende ohne Punktgewinn für den EV Duisburg

Die Füchse ärgern sich über ein irreguläres Tor bei der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle. Bei den Rostock Piranhas verliert der Regionalligist mit 4:7. Sorgen um André Huebscher: Der Stürmer verletzt sich am Knie.

Die Füchse haben sich mit einer gehörigen Portion Wut auf die 552 Kilometer lange Reise zu den Rostock Piranhas gemacht. „Das 2:1 für Halle hätte nie und nimmer zählen dürfen“, sagte Geschäftsführer Björn Barta, der mächtig angefressen war. Tatsächlich lag ein Hallenser Spieler am Freitagabend auf EVD-Torhüter Sebastian Staudt, als der Siegtreffer der Gäste in der 59. Minute fiel. Und wie ein Fan-Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt: Zuvor gab es keinen Check des Duisburger Verteidigers David Cespiva, der den Sturz verursacht hätte – was bei der Beurteilung, ob es sich um Torraum-Abseits oder Torhüter-Behinderung handelt, nicht unerheblich ist.

„Das ist ungeheuer ärgerlich. Aber daran ändern können wir nichts“, sagte Barta. Auch Trainer Reemt Pyka war alles andere als begeistert. „Ich habe den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht“, sagte er. Gebracht hat es freilich nichts.

Auf der Rückreise am Sonntagabend wird die Laune nicht viel besser gewesen sein. Denn obwohl Sam Verelst zu Beginn des letzten Drittels die erste Führung zum 4:3 gelang, musste sich der EVD in Rostock mit 4:7 (0:1, 3:2, 1:4) geschlagen geben. Ex-Fuchs Andrej Teljukin hatte den REC im Powerplay in Führung gebracht, nachdem die Duisburger eine 3:5-Situation überstanden hatten. Zwar glich Verteidiger Jan Tramm aus, doch Rostock zog durch Greg Classen und Constantin Koopmann auf 3:1 davon.

Aber der EVD fand in Überzahl  zurück ins Spiel: Erst traf Artur Tegkaev und 53 Sekunden vor der zweiten Pause Lasse Uusivirta zum 3:3. Auch Verelsts Tor zum 4:3 war die Folge eines Powerplays. Die Freude hielt aber nicht lange an. 26 Sekunden später glich Michal Bezouska aus, der auch die erneute Rostocker Führung besorgte. Nach einem Bully erhöhte Greg Classen auf 6:4, ehe Kevin Piehler ins inzwischen leere Duisburger Tor zum Endstand traf.

Zu Beginn der Woche sollte Klarheit über die Schwere der Verletzung von Stürmer André Huebscher herrschen. Der 30-Jährige schied am Freitag im Spiel gegen Halle nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler aus. Über die Art der Knieverletzung muss nun eine MRT-Untersuchung Aufschluss geben.

EV Duisburg – Saale Bulls Halle 1:2 (0:0, 0:0, 0:2) Tore: 0:1 (41:38) Burns (Francis), 1:1 (57:06) Cespiva (Deeg, Spelleken), 1:2 (58:24) Francis. Zuschauer: 894.

Rostock Piranhas – EV Duisburg 7:4 (1:0, 2:3, 4:1) Tore: 1:0 (13:07) Teljukin (Classen, Koopmann/5-4), 1:1 (27:50) Tramm (Alexander Eckl), 2:1 (29:30) Classen (Beck, Teljukin), 3:1 (30:39) Koopmann, 3:2 (34:16) Tegkaev (Fomin, Spister/5-4), 3:3 (39:07) Uusivirta (Pisarik, Deeg/5-4), 3:4 (43:43) Verelst (Uusivirta, Pisarik/5-4), 4:4 (44:09) Bezouska (Kurka, Koopmann), 5:4 (45:55) Bezouska (Gulda, Kurka), 6:4 (49:23) Classen (Teljukin, Beck), 7:4 (59:34) Piehler (Beck, Hartmann). Strafen: Rostock 14, Duisburg 8. Zuschauer: 732.

(the)
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