Eishockey: EV Duisburg spielt in Leipzig und gegen Tilburg

Eishockey : Füchse-Stürmer André Huebscher hat wohl Glück im Unglück gehabt

Die Knieverletzung des Duisburger Publikumslieblings ist offenbar nicht so schlimm, wie befürchtet wurde. Der Oberligist spielt am heutigen Freitag bei den Icefighters Leipzig. Am Sonntag kommt Spitzenreiter Tilburg Trappers an die Wedau.

Die genaue Diagnose? „Wenn ich das mal wüsste“, sagt Björn Barta, der Geschäftsführer der Füchse. Denn die genaue Art der Knieverletzung, die sich Stürmer André Huebscher bei einem nicht geahndeten Foul im Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle zugezogen hat, ist noch nicht ganz klar. „Noch stehen Untersuchungen an, aber sicher ist wohl, dass nichts gerissen ist“, sagt Barta. Das bedeutet, dass der 30-Jährige dem Eishockey-Oberligisten EV Duisburg auf jeden Fall an diesem und wohl auch am darauf folgenden Wochenende fehlen wird – für die Zeit im Anschluss beginnt die Hoffnung auf Huebschers Rückkehr.

Zuschauen wird der Publikumsliebling der EVD-Fans daher, wenn die Schwarz-Roten zunächst am heutigen Freitag (20 Uhr) bei den Icefighters Leipzig antreten, ehe der dreifache Oberliga-Meister und Nord-Tabellenführer Tilburg Trappers am Sonntag (18.30 Uhr) an der Wedau zu Gast sein wird.

Der Rückblick auf das vergangene Wochenende nach zuvor sechs Siegen in Serie sorgt nicht für ungeteilte Heiterkeit bei Trainer Reemt Pyka. „Das Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle hätten wir gewinnen müssen“, so der Coach – auch unabhängig von dem irregulären zweiten Treffer der Hallenser kurz vor Ende. „Und in Rostock gehen wir im letzten Drittel endlich mit 4:3 in Führung und geben das innerhalb weniger Minuten durch eigene Fehler aus der Hand. Die Zuordnung war dabei ein klares Problem. Daran haben wir im Training gearbeitet.“ Die Leipziger, die durch den Umzug in die neue Spielstätte vor Saisonbeginn wirklich wieder Leipziger sind, stehen aktuell einen Zähler vor dem EVD und haben zudem ein Spiel mehr auszutragen – da wäre ein Auswärtssieg Gold wert.

In den ersten beiden Duellen mit den Icefighters mussten sich die Duisburger geschlagen geben: 1:3 daheim und 2:6 in der Fremde. Kurz vor dem Jahreswechsel haben die Füchse aber mit 3:2 gewonnen. „Allerdings war Leipzig auch in diesem Spiel sehr stark“, sagt Pyka. Die gefährlichsten Akteure des Teams sind Michal Velecky (51 Scorerpunkte), Antti Paavilainen (45) und Florian Eichelkraut (41).

Das Heimspiel gegen die Tilburg Trappers führt die abermals überragende Mannschaft der Oberliga Nord nach Wedau. Das Team aus Nordbrabant steht mit 88 Punkten an der Spitze der Liga und hat den ersten Verfolger Hannover Scorpions (80 Zähler) schon weitgehend abgehängt. Während das Powerplay der Trappers gar nicht mal so außergewöhnlich ist, ist das Tilburger Unterzahlspiel bemerkenswert. Mit 85 Prozent sind sie die zweiterfolgreichsten Penaltykiller der Liga – und haben mit einem Mann weniger auf dem Eis bereits erstaunliche 16 Tore erzielt.

Der EVD hat in dieser Saison drei Tore bei numerischer Unterzahl erzielt. Unmöglich ist aber nichts: Das erste Heimspiel gegen Tilburg ging mit 4:1 an die Füchse.

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