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Eishockey: EV Duisburg spielt in en Play-offs beim EC Peiting

Eishockey : EV Duisburg gefällt die Außenseiterrolle

Die Füchse können im Play-off-Achtelfinale gegen den Süd-Meister EC Peiting ohne Druck aufspielen. Die Best-of-Five-Serie startet am heutigen Freitag in Oberbayern. Die Heimpartie steht am Sonntag an der Wedau an.

Meisterstücke werden in Spitzenspielen gemacht. Das hält auch der EC Peiting so. Am 8. März kamen die Eisbären Regensburg, die nur zu gern in die Zweite Liga zurückkehren würden, in den 11.300-Einwohner-Ort in Oberbayern – und mussten mit einer Niederlage im Gepäck wieder von dannen ziehen. Durch das 4:3 stand endgültig fest: Der ECP ist Meister der Oberliga Süd. Nun muss der EV Duisburg die rund 650 Kilometer lange Reise antreten. Am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, startet mit einem Auswärtsspiel die Best-of-Five-Serie im Play-off-Achtelfinale der Eishockey-Oberliga.

Klar ist bereits, dass Peiting seinen Süd-Titel in der kommenden Saison verteidigen wird. Der Verein sah sich wirtschaftlich nicht in der Lage, die DEL2 zu stemmen und verzichtete daher auf den Antrag zur Teilnahme am Lizenzverfahren. „Das wird Peiting kein Stück weniger gefährlich machen“, sagt Füchse-Trainer Dirk Schmitz. „Das sieht man an den Tilburg Trappers. Sie dürfen nicht aufsteigen und haben dennoch dreimal in Folge die Oberliga-Meisterschaft gewonnen. Und genau das wird Peiting nun auch versuchen. Nicht aufsteigen zu können, ist die eine Sache. Aber dann werden die Spieler Meister werden wollen. Um zu zeigen: Wir könnten, wenn wir gewollt hätten.“

Was Peiting ausmacht? „Ein sehr gutes Powerplay, ein starkes Penaltykilling. Und sie brauchen nur wenige Chancen, um Tore zu schießen“, sagt Schmitz. Ein echtes Spitzenteam eben. Respekt ist ohne Frage da. Aber Angst? Ganz sicher nicht. „Warten wir doch erst einmal ab“, so der Coach.

Klar ist, dass der Start gelingen muss. Anders als in den beiden Auswärtsspielen der Pre-Play-offs gegen Leipzig. „Wir sollten vermeiden, dass wir wieder in der ersten Minute ein Gegentor bekommen. Dann scheint vieles möglich zu sein. Wir müssen natürlich noch konzentrierter spielen als gegen Leipzig“, so Schmitz. „Aber das Wichtigste ist: Der Druck ist von unseren Schultern. Wir gehen als klarer Außenseiter in diese Serie.“ Mit dieser Rolle kann Schmitz sich gut anfreunden.

Der Schlüssel ist Disziplin. Auf dem Eis, aber auch taktisch. „Wir dürfen Peiting keine Gelegenheiten geben“, sagt der Trainer. „Und dann ist mit etwas Glück und viel harter Arbeit einiges möglich.“ Ein Lucky Punch zum Serienstart wäre genau das richtige. Personell können die Füchse so komplett wie möglich – also ohne Lasse Uusivirta und Christoph Eckl – antreten. Ricco ­Ratajczyk hat wieder trainiert. „Er wird dabei sein“, sagt Schmitz.

Das erste Heimspiel findet am Sonntag um 18.30 Uhr an der Wedau statt. Aber auch schon am heutigen Freitag lohnt sich der Besuch der Eissporthalle. Was kurzfristig beim dritten Spiel gegen Leipzig geklappt hat, soll wiederholt werden: Ein Livestream samt Public Viewing im Restaurant der Eissporthalle. Bereits am Dienstag hatten gut 150 Fans diese Gelegenheit wahrgenommen. Der Eintritt ist frei; Getränke kosten zwei Euro. Außerdem wird es in den Drittelpausen die Gelegenheit geben, Karten für das Heimspiel zu erwerben.