Eishockey: EV Duisburg im Play-off-Achtelfinale vor dem Aus

Eishockey : EV Duisburg verliert auch Spiel zwei gegen Peiting

Die Füchse bemühen sich in der ersten Heimpartie der Play-off-Achtelfinalserie um eine strukturierte Partie, doch vorne gelingt beim 1:5 gegen den EC Peiting nur ein Treffer. Am Dienstag geht es wieder nach Oberbayern. Dort muss der EVD gewinnen, ansonsten ist die Saison für ihn vorbei.

Die Füchse fühlen den Rücken an der Wand. Duisburgs Eishockey-Oberligist verlor am Sonntagabend auch das zweite Spiel der Achtelfinalserie in den Play-offs. Vor 1704 Zuschauern musste sich die Mannschaft von Trainer Dirk Schmitz dem Südmeister EC Peiting mit 1:5 (0:1, 1:1, 0:3) beugen. Im ersten Spiel hatte der EVD, der über die Pre-Play-offs in die Serie fand, mit 1:4 verloren. Geht auch das dritte Match morgen in Peiting an die Bayern, ist die Saison vorbei. Das wird wehtun. Trainer Dirk Schmitz bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung in den vergangenen Wochen. Das klang schon nach Schwanengesang. Was er dann nachschob: „Wir müssen die Köpfe freikriegen. Es sind noch 60 Minuten zu spielen. “

Anders als in den Vorjahren wäre ein frühes Aus keine herbe Enttäuschung. Das Team hat sich ordentlich präsentiert. Mehr an Emotionen lässt sich nicht aufbringen, weil auch die Füchse nicht die Nerven kitzelten. Die lodernde Play-off-Flamme brannte freilich am Sonntag niemanden aus dem Schalensitz. Wie schon am Freitag in Peiting bremste taktische Vernunft den Schaum. Peitings Trainer Sebastian Buchwieser hatte seinen Cracks offenbar vermitteln können: „Bleibt cool. Wir sind die bessere Mannschaft.“ Der Gast präsentierte sich als kluges Pferd, das nicht höher springt, als es muss. Duisburgs Coach Dirk Schmitz hatte seinen Jungs ebenso überzeugend vermitteln können: „Blindes Stürmen öffnet nur die Tür für böse Konter.“

Beide Vorgehensweisen machten Sinn. Der Südmeister hatte dabei die Nase vorn. Einen Tick mehr Cleverness und ein sehr starker Florian Hechenrieder im Tor machten den Unterschied. Nach fast 15 Minuten zogen die Bayern mal einfach so einen perfekten Spielzug aus dem Köcher. Milan Kostourek nutzte die Gelegenheit zur Führung vor der Pause. Nach dem Wechsel nutzten die Gäste eine Überzahl auf ebenso abgeklärte Weise zur Vorentscheidung. Kostourek (28.) vollendete nach sauberer Vorbereitung. Wie gut Peiting sein Geschäft verstand, zeigte sich bei den Überzahlsituationen des Gastgebers. Die Verteidigung ließ da wenig zu. Duisburgs Stürmer kamen selten dazu, sich Puck und Gegner zurechtzulegen. Dirk Schmitz beklagte, dass seine Mannschaft da nie den Schlüssel ins Schloss stecken konnte. Ja, nicht einmal an der Klinke rappeln.

Hätte der Fuchs vielleicht lieber die Kollegen hart aus der Halle checken sollen? Schwer zu sagen. Was sicher ist: Der EVD hätte mehr mehr erreicht, wenn er seine Chancen mit mehr Entschlossenheit genutzt hätten. André Huebscher (32.) brachte nach einer der wenigen Hektik-Situationen vor dem Tor der Bayern die Scheibe nicht in der leeren Hütte unter. Nichts war es mit dem möglichen 1:1. Florian Spelleken scheiterte in der 29. Minute – gerade von der Strafbank kommend – völlig allein vor dem Tor am Gästekeeper. Nix war es mit dem möglichen 2:2. Denn zwischenzeitlich hatte Ricco Ratajczyk (34.) gezeigt, wie es geht. Einen Abpraller wuchtete der Stürmer ins Tornetz.

Ricco Ratajczyk nährte im zweiten Drittel die Hoffnung. Er verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2. Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services/Lars Heidrich

Das rettete die Hoffnung ins Schlussdrittel. Doch es wollte nichts gehen. Ein Schuss von Michael Fomin (45.) aus guter Position ging übers Tor. Das war dann schon alles, was den Puls hoch trieb. Peiting nahm dann doch Anlauf zu einem Hopser: Erst Thomas Heger (49.) und dann glatt zwei Minuten später Andreas Feuerecker entschieden die Partie. Dominic Krabbats Schuss ins leere Tor interessierte nur noch Statistik-Freaks.

Tore: 0:1 (14.58) Kostourek (Weyrich, Maier), 0:2 (27:38) Kostourek (Saal, Maier/5-4), 1:2 (33:49) Ratajczyk (Huebscher, Spister), 1:3 (48:54) Heger (Saal, Weyrich), 1:4 (50:54) Feuerecker (Saal, Kostourek), 1:5 (58:39) Krabbat (ENG). Strafen: Duisburg 8, Peiting 14. Zuschauer: 1704.