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Eishockey: EV Duisburg gewinnt entscheidendes Spiel in Leipzig

Eishockey : Sam Verelst schießt die Füchse ins Achtelfinale

Der EV Duisburg liegt im entscheidenden Pre-Play-off-Spiel in Leipzig fast schon aussichtslos mit 1:3 zurück. Doch Sam Verelst erzielt erst 40 Sekunden vor der dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich und dann auch noch das 4:3 in der Overtime

Rund 150 Zuschauer – vielleicht auch einige mehr – kamen am Dienstagabend in den VIP-Raum der Eissporthalle Duisburg. Fans hatten kurzfristig mit den Füchsen einen Livestream samt Public Viewing organisiert. Nach 38 Sekunden war die Stimmung mies – nach 74 Spielminuten jedoch riesig. Durch ein 4:3 (1:2, 0:1, 2:0, 1:0) nach Verlängerung bei den Icefighters Leipzig bissen sich die Füchse durch: Der EV Duisburg steht im Play-off-Achtelfinale der Eishockey-Oberliga.

Sofort im Spiel sein, den Gegner unter Druck setzen – am besten das erste Tor schießen. Das war die Wunschvorstellung von Trainer Dirk Schmitz. Doch kaum standen die Füchse auf dem Eis, lagen sie zurück. Dimitri Komnik traf nach 38 Sekunden für die Icefighters. Das hätte der Auftakt für einen bitteren Abend werden können.

Doch die Füchse spielten ruhig weiter – und schlugen zurück. Keine drei Minuten waren im Spiel vergangen, als Pavel Pisarik der Ausgleich gelang. Das kann eine Heimmannschaft im entscheidenden Spiel einer Serie verunsichern. Doch Leipzig holte sich den Vorteil zurück. In der elften Minute traf Damian Schneider zur erneuten Icefighters-Führung. Bitterer war jedoch: In der zwölften Minuten gab es innerhalb von drei Sekunden zwei Strafzeiten gegen Leipzig, doch die Füchse konnten aus beinahe zwei Minuten doppelter Überzahl kein Kapital schlagen. So ging es mit einem 1:2-Rückstand erstmals wieder in die Kabinen.

Dramatisch wurde es in der 26. Minute. Aus dem Gewühl stocherten Duisburger wie Leipziger nach der Scheibe – und plötzlich schien der Puck im Tor zu liegen. Die Füchse rissen die Arme hoch, jubelten – um kurz darauf festzustellen: Der Schiedsrichter gibt den Treffer nicht. Die Chancen zum Ausgleich waren da, spätestens als Marvin Miethke auf die Strafbank wanderte und der EVD erneut in Überzahl agieren durfte. Doch erneut war das Powerplay nicht effektiv. Und das rächte sich. Die Leipziger waren eine Minute wieder komplett, als Daniel Volynec das 3:1 für den Gastgeber erzielte. Fortan gestaltete sich die Partie wie in Spiel eins am Freitag. Die Icefighters machten nicht mehr allzu viel in der Offensive, ließen aber auch defensiv nichts mehr zu.

Die Saison geht für Trainer Dirk Schmitz und seine Mannschaft weiter. Foto: FUNKE Foto Services/Frank Oppitz

Und das ging im dritten Abschnitt so weiter. Die Füchse mühten sich, waren öfter im gegnerischen Drittel als anders herum – nur Chancen stellten sich nicht ein. Bis zur 54. Minute, dann war Diego Hofland zur Stelle, traf zum 2:3-Anschluss. Die Hoffnung war zurück. Schließlich ging Torhüter Sebastian Staudt für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Und Sam Verelst verwertete 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit einen Abpraller zum 3:3-Ausgleich. Verlängerung – nochmal bis zu 20 Minuten oben drauf.

Und hier ging es rund. Ausgerechnet in der Overtime kassierten die Füchse ihre erste Strafe in diesem Spiel – doch ein Leipziger ging kurze Zeit später ebenfalls raus. Es ging hoch und runter. Dann das gleiche Spiel nochmal. Strafe Duisburg, kurz darauf Strafe Leipzig. Und dann traf Verelst und schoss die Füchse ins Achtelfinale. Es geht Richtung Bayern statt in die Sommerpause. Duisburger Gegner ist der EC Peiting.

Tore: 1:0 (0:38) Komnik (Schneider, Stephan Tramm), 1:1 (2:51) Pisarik, 2:1 (10:09) Schneider (Stephan Tramm, Komnik), 3:1 (29:57) Volynec (Berger), 3:2 (53:02) Hofland (Verelst, Jan Tramm), 3:3 (59:20) Verelst (Pisarik), 3:4 (74:06) Verelst. Strafen: Leipzig 8, Duisburg 2. Zuschauer: 1501.