Volleyball: Ein Riese für den Rumelner TV

Volleyball : Ein Riese für den Rumelner TV

Robert Böttcher wechselt vom Erstligisten VC Bottrop in den Duisburger Westen. Am Sonntag kommt Bocholt.

Vor der Saison schloss sich Henrik Weßel dem Volleyball-Zweitligisten Rumelner TV an. Der Mittelblocker wechselte aus Wuppertal in den Duisburger Westen. Schon in Kürze könnte Henrik nicht mehr der einzige aus der Familie Weßel sein, der für die Rumelner Volleyballer auf Punktejagd geht. Die Verantwortlichen des RTV reagieren auf die dünne Personaldecke und bemühen sich um eine Verpflichtung von Henriks Bruder Marten. Der Außenangreifer steht aktuell noch beim Ligakontrahenten TSG Solingen unter Vertrag, bat dort aber um dessen Auflösung. Schon im Sommer dachte Weßel über einen Wechsel nach Rumeln nach. "Das Ganze hat sich damals aber doch noch zerschlagen", erinnert sich RTV-Trainer Freddy Gies. Seit einer Woche trainiert Marten Weßel in Rumeln.

Sein erstes Training im RTV-Dress bestritt gestern Robert Böttcher. Der große Mittelblocker entschied sich kurzfristig für einen Wechsel zum Rumelner TV. Böttcher kommt vom aufgelösten Erstligisten VC Bottrop und misst satte 2.06 Meter. "Eine echter Riese", so der Spielertrainer lachend. "Er hat in der ersten Liga und lange Jahre in der Jugendnationalmannschaft gespielt. Da waren sechs Trainingseinheiten in der Woche keine Seltenheit. Ich bin mir sicher, dass Robert uns erheblich verstärken wird." Böttcher bleibt zunächst bis zum Saisonende in Rumeln.

Seine Premiere im Trikot des RTV wird der "Riese" schon am Sonntag um 16 Uhr geben. Beim Heimspiel gegen den TuB Bocholt ist der Neuzugang bereits spielberechtigt. Gies: "Wir haben uns darum gekümmert, dass die Jungs uns möglichst zeitnah auf dem Feld aushelfen können." Das ist für den Rumelner TV wichtig. Denn auch gegen Bocholt fehlen den Volleyballern aus dem Westen der Stadt mindestens zwei Stammspieler. Martens Bruder, Henrik Weßel, ist beruflich verhindert, Thomas Stark verweilt weiter auf seiner Europareise. Überdies ist der Einsatz von Gerrit Zeitler fraglich. "Da wäre es Gold wert, wenn wir breiter aufgestellt sind", erklärt Gies. Die Tabelle spricht eine klare Sprache. Während der RTV als Fünfter weiter zu der erweiterten Spitzengruppe zählt, steckt Bocholt mitten im Abstiegskampf. Das Hinspiel gewann Rumeln deutlich mit 3:0-Sätzen. An diesem Wochenende erwartet Freddy Gies ein schwierigeres Spiel als damals: "Bocholt wird alles daran setzen, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Wenn es nach uns geht, dann sollen die natürlich nicht an diesem Wochenende eingefahren werden."

(RP)
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