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Handball: Ein letztes Mal Applaus

Handball : Ein letztes Mal Applaus

Beim Abschiedsspiel des OSC Rheinhausen überwog die Vorfreude auf die Zukunft als Spielgemeinschaft.

Es war kein Abschied der großen Emotionen. Vielmehr stand beim letzten offiziellen Spiel, das der Handball-Drittligist OSC Rheinhausen am Mittwochabend unter eigenem Namen bestritt, das Sportliche im Vordergrund. Als das Schiedsrichtergespann die Partie gegen den Bundesligisten TuSEM Essen beendete, gab es ein letztes Mal Applaus von den rund 400 Anhängern auf den Tribünen in der Sporthalle an der Krefelder Straße.

Auch Abteilungsleiter Manfred Loepke-Gilles, der beim letzten Ligaspiel vor knapp zwei Wochen noch mit den Tränen kämpfte, verbrachte einen fröhlichen Abend in der neuen Heimspielstätte der SG OSC Löwen Duisburg. Bereits im Vorfeld des Abschiedsspiels hatte Loepke-Gilles angekündigt, dass nicht mehr Wehmut, sondern nur noch die Freude vorherrsche.

Die OSC-Mannschaft, die in der kommenden Spielzeit nur noch in Teilen für die Spielgemeinschaft aufläuft, nutzte die Gelegenheit und verkaufte sich noch einmal ordentlich. Zwar reichte es gegen das Bundesliga-Schlusslicht aus Essen nicht zur Überraschung. Die Rheinhauser hielten aber, den eigenen Möglichkeiten entsprechend, dagegen.

Bei den OSC-Fans standen vor allem zwei Spieler im Blickpunkt, die das Trikot der Essener überstreiften: Felix Handschke, der im Sommer zu den OSC Löwen wechslt, und Sebastian Bliß. Etwas überraschend war es für den einen oder anderen, dass der Keeper das Essener Tor hütete. Zuletzt hielt Bliß noch den Rheinhauser Kasten sauber. Diesmal machte er den OSC-Angreifern das Leben schwer. Daran wird man sich in Rheinhausen gewöhnen müssen. Bliß wechselt bekanntermaßen zurück zum TuSEM. Vor dem Spiel wurde er gebührend verabschiedet.

In den ersten 20 Minuten agierte der OSC angriffslustig. Erst kurz vor der Halbzeit geriet das Team von Trainer Jörg Förderer erstmals in Rückstand (7:9). Wegen einer längeren Durststrecke im Angriff wuchs dieser bis zur Pause auf 8:13 an. Felix Handschke, der auf Linksaußen spielte – in Duisburg wird er künftig die Mittelposition besetzten – trug sich zweimal in die Torschützenliste ein. Die zweite Halbzeit verbrachte Handschke auf der Bank. Auf dem Feld bewegten sich beide Mannschaften im Gleichschritt. Essen brachte seinen Vorsprung über die Zeit und siegte mit 26:22 (13:8).

Tore: Artmann (3), Roschek (3), Kress (1), Wernicke (6), Janus (2), Schneider (3), Flemmig (1), Opper (1),

(tob)