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Eishockey: Ein erster Appetithappen

Eishockey : Ein erster Appetithappen

Trainer Willy Mühlenhaus stand irgendwo am Rand der Scania-Arena und schaute gedankenverloren aufs Eis. Wie jemand, den das Spielgeschehen auf glattem Parket nur mäßig was angeht. Das ist ja nun auch so.

Unten auf der Fläche eröffneten am letzten Rest des Julis der Herner EV aus der Oberliga und die Kölner Haie aus der DEL die neue Eishockey-Saison.

Von den Duisburger Füchsen, die in der Regionalliga nach Vorgaben von Willy Mühlenhaus Schlittschuh laufen, waren fünf Spieler mehr oder weniger beteiligt. Die Kölner gewannen glatt mit 8:0 oder so, wie sich Bülent Aksen vage erinnerte. Pressewart ist er ja erst ab heute wieder. Da musste er am Donnerstag das Ergebnis nicht wissen und sich auch nicht merken. War auch nicht wichtig. Spannender war da schon, dass 1500 Zuschauer die Partie ohne jeden sportlichen Wert sehen wollte. Eishockey genießt selbst mitten im Sommer Aufmerksamkeit.

"Das wird ein hartes Jahr für uns"

Mühlenhaus schaute, was sein Finne Miika Jäske und der Kanadier David Herring so drauf haben. Erster Eindruck: Sie sind flink auf den Schlittschuhen unterwegs. Mats Schöbel, Michael Hrstka und Artur Tegkajew machten auch mit. Wirklich ernst wird es für die Jungs, die die Füchse in der Regionalliga vertreten, erst in ein paar Tagen. Dann beginnt Willy Mühlenhaus mit der Vorbereitung auf die Saison, die im Oktober anläuft und zumindest die Rückkehr in die Oberliga bescheren soll. Mühlenhaus ist mit Prognosen vorsichtig: "Das wird ein ganz hartes Jahr für uns, denn wir haben alle gegen uns nach dem Absturz aus der DEL." Der Favoritenrolle ist der Fuchs zudem vollends entwöhnt.

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Der Coach wertet jetzt erst einmal seinen Trainerschein auf und beginnt dann mit der Arbeit am Team, das ohne Frage zu den Besten gehört. Die Partie vom Donnerstag zwischen Herne und Köln war da nicht mehr als ein Appetithappen, ein Zeichen dafür, dass es in Duisburg noch Eishockey gibt, auch wenn der DEL-(Alp-)traum ausgeträumt ist. Warum sich die beiden Teams aus Herne und Köln übrigens in Duisburg trafen, ist schnell erklärt: Ralf Pape finanziert den Oberligisten aus dem Revier und ist an dem DEL-Klub aus der Domstadt beteiligt. Hier gilt: Wer die Musik bezahlt, kann auch schon mal bestimmen, wo sie gespielt wird. Anstoss

(RP)