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Volleyball: Ein Engel für den RTV

Volleyball : Ein Engel für den RTV

Die Volleyballer des Rumelner TV sind sehr gut in die Zweitliga-Saison gestartet. Aus dem starken Kollektiv stach zuletzt der erst 18-jährige Andre Engel heraus. Trainer Freddy Gies geizt nicht mit Lob für das Nachwuchstalent.

Den 23. Oktober wird Andre Engel so schnell wohl nicht vergessen. Zum fünften Saisonspiel empfingen die Volleyballer des Rumelner TV die Internatsmannschaft VI Frankfurt in der Sporthalle an der Krefelder Straße. Beim 3:0-Erfolg der Rumelner trumpfte der 18-Jährige mächtig auf. Es war sein erstes Spiel in Liga zwei – und er machte seine Sache gut. So gut, dass Coach Freddy Gies kurz nach Engels Zweitliga-Premiere nicht mit Lob geizte: "Andy hat ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht. Da hat man eine ganze Menge Potenzial gesehen. Er war der Mann des Spiels."

In den Fingern gejuckt

Engel selbst schwärmt noch heute von diesem Tag: "Das war natürlich eine ganz besondere Partie für mich. Einerseits war es das erste Mal, dass ich in der zweiten Liga ran durfte. Andererseits war es toll, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat. Das Lob hat mir eine Menge Selbstvertrauen gegeben", so Engel. Bis er am fünften Spieltag endlich aktiv ins Spielgeschehen eingreifen konnte, dürfte es dem Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in den ersten vier Zweitligaspielen mächtig in den Fingern gejuckt haben, wenn seine Kollegen um Punkte gekämpft haben.

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Schließlich war Andre Engel zum Zuschauen verbannt. Damit er nämlich nicht nur der Rumelner Zweitligavertretung mit seinen Fähigkeiten helfen kann, sondern auch für die Reservemannschaft in der Bezirksliga die gesamte Saison über auf den Platz darf, besagt das Reglement eine vier Spiele andauernde "Sperre" zu Saisonbeginn. Ein Glück, dass diese endlich ausgestanden ist. "Diese Liga ist schon eine ganz andere Größenordnung, als es das vor unserem Aufstieg war. Die Hallen sind größer, der Aufwand ist größer, und bei den Auswärtsspielen sind oft zahlreiche Fans mit dabei. Aber im Endeffekt ist das Prinzip immer noch das gleiche", erklärt der 18-Jährige.

Anders als im Vorjahr müssen die Rumelner nun zu den Auswärtsspielen oft weit reisen muss. Auf dem Plan stehen unter anderem Partien in Frankfurt, Braunschweig oder Berlin. "Das kann dann auch ein ganzes Wochenende beanspruchen. Aber ich sehe gerade solche Spiele als eine tolle Erfahrung", erklärt Andre Engel.

Aus dem Rumelner Kader ist der junge Mittelblocker nicht mehr wegzudenken. Trotz der großen Konkurrenz auf seiner Position kam Engel zuletzt immer zu seinen Einsatzzeiten. "Mit Sebastian Blum, Tamas Szekeres und Gerrit Zeitler haben wir auf meiner Position verdammt starke Spieler. Aber von ihrer Erstliga-Erfahrung profitiere auch ich. Es macht unheimlich Spaß in dieser Truppe", lässt Engel in die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft blicken. Fest steht, dass seine Teamkollegen in Zukunft bestimmt noch jede Menge Freude mit ihrem Jungspund haben werden. Das nächste Mal vielleicht ja schon am Sonntag im Auswärtsspiel bei der VSG Ammerland.

(tob)