Ein echtes Highlight

Morgen empfängt Handball-Zweitligist OSC Rheinhausen den TV Neuhausen. Bei der Analyse der Stärken des Gegners gerät Trainer Achim Schürmann ins Schwärmen. Tobias Dickel fällt verletzt aus, Mirko Bernau ersetzt ihn.

Zwölf Spieltage gilt es für die Handballer des OSC Rheinhausen in der 2. Bundesliga Süd noch zu absolvieren. Und mit jeder weiteren Niederlage schwindet die Chance auf den Klassenerhalt, der vielerorts ohnehin als "Wunder" eingestuft worden wäre. Fünf von sechs Spielen verlor die Mannschaft von Trainer Achim Schürmann zuletzt, vor allem die ärgerliche wie unnötige Niederlage gegen Schlusslicht Obernburg in der Vorwoche schmerzte stark. In dieser Situation gäbe es wahrlich leichtere Aufgaben als den Tabellensechsten TV Neuhausen, der morgen an der Krefelder Straße gastiert.

Um sich eine Außenseiterchance zu wahren lag das Hauptaugenmerk des Übungsleiters darauf, mit seinen Spielern die Partie in Obernburg aufzuarbeiten, und aus den Fehlern zu lernen. "Wir haben uns gemeinsam noch einmal das Video des Spiels angeschaut und gesehen, dass es wirklich allein an uns lag", berichtet Achim Schürmann. Die ausgiebige Analyse der entscheidenden Szenen soll nach dem Gusto des Trainers einen Lerneffekt in Gang setzen, wodurch weitere Rückschläge wie dieser ausbleiben sollen.

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Bei der Analyse des morgigen Gegners gerät Achim Schürmann ins Schwärmen: "Neuhausen spielt wirklich einen tollen Handball. Das wird also ein echtes Highlight", sagt der Trainer. Allerdings treten die Gäste in der Liga längst nicht mehr so souverän auf, wie zur Zeit des Hinspiels, als es für den OSC eine deutliche 19:40-Niederlage setzte. "Wollen wir eine Chance haben, muss bei uns trotzdem alles zu 100 Prozent stimmen", erklärt Achim Schürmann.

Dazu gehört auch, dass die Hintermannschaft der "Olympischen wieder zu alter Stärke findet, mit guten Torhütern dahinter. Denn die Gäste sind äußerst ausgeglichen besetzt, der beste Torschütze Marcel Schiller hat "nur" 96 Treffer auf seinem Konto, rangiert damit auf Platz 28 der Torschützenliste – die der Rheinhauser Mirko Szymanowicz immer noch mit 151 "Netzen" anführt.

Apropos Torhüter: "Es wird viel davon abhängen, wie wir und gegen einen der besten Torhüter der Liga, Milos Slaby, behaupten können. Er ist immer in der Lage ein Spiel alleine zu entscheiden", erläutert Achim Schürmann.

Einen Ausfall müssen die Hausherren kompensieren: Rechtsaußen Tobias Dickel muss wegen einer Muskelverletzung passen. Für ihn rückt Routinier Mirko Bernau in den Kader. "Er kann in den entscheidenden Phasen für Ruhe sorgen", lobt Achim Schürmann den Ex-Nationalspieler.

(RP)