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Eishockey: Ehrgeiz und Willen – das Erfolgsrezept

Eishockey : Ehrgeiz und Willen – das Erfolgsrezept

Das Tor zu den Playoffs steht für Duisburgs Eishockey-Füchse weit offen. Der Tabellenzweite der West-Oberliga setzte sich am Sonntagabend gegen den Vizemeister aus dem Norden, die Beach Boys aus Timmendorf, mit 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) durch und hat nach dem ersten Wochenende in der Aufstiegsrunde sechs Punkte auf dem Konto.

Zum Einzug in die Spiele gegen den Süden muss der EVD einen der ersten beiden Plätze in der Vierergruppe belegen.

Schon die Entscheidung?

Die Entscheidung kann das Team bereits am kommenden Wochenende mit zwei Siegen gegen die Saale Bulls aus Halle erzwingen. Freilich, ein Spaziergang wird das nicht. Anders als im Vorjahr, als sich der EVD ohne größere Mühen gegen Timmendorf und Halle durchsetzte, zeigte das erste Wochenende: Die Underdogs sind ganz schön bissig. Über das Spiel in Timmendorf sagte Trainer Franz Fritzmeier: "Das war ein hartes Stück Arbeit." Allein im ersten Drittel lautete die Schussbilanz 16:8 für Timmendorf. Bereits am Freitag hatten die Strandjungen mit einem Sieg in Halle aufhorchen lassen. Noch überraschender: Der Ostmeister gewann bei den Kassel Huskies mit 1:3. Die Hessen gingen als hoher Favorit in diese Runde und stehen nach dem ersten Wochenende mit leeren Händen da.

Ganz anders der Fuchs, der die volle Punktzahl einfuhr und sich an die Tabellenspitze setzte. Nach dem furiosen Spiel vom Freitag, als man einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg drehte, spielte der EVD am Sonntag vor allem seine Routine aus. Daniel Huhn legte in der siebten Minute im Powerplay vor. Dennis Fischbuch (26.) baute zeitig den Vorsprung aus. In Überzahl traf Verteidiger Markus Schmidt zur Entscheidung. Im Schlussabschnitt wehrten sich die Hausherren mit Macht gegen die drohende Niederlage. Björn Linda im Tor der Füchse war aber nur in der 51. Minute zu überwinden. Der Goalie war einmal mehr Rückhalt des Teams.

Der Duisburger Gast brachte nach vorn selbst nicht mehr den Schwung auf, der am Freitag für Begeisterung sorgte. Die Erklärung lieferte Trainer Franz Fritzmeier: "Wir hatten nur drei Reihen. Da konnten wir nicht so effektiv und druckvoll spielen." Norman Hauner fehlte, weil er inzwischen bei den Haien in der DEL aushilft. Vorläufig kommt der Stürmer nicht mehr in die dritte Klasse. DEL-Personal konnte Fritzmeier am Sonntag nicht bekommen, weil da wichtige Spiele auf dem Programm standen. Am kommenden Wochenende steht der Nachwuchs aus Köln und Düsseldorf wieder zur Verfügung. Die Talente zeigten am Freitag gegen Kassel, dass sie mit Ehrgeiz und Willen ihren Job machen. Genau diese Kombination ist das Erfolgsrezept dieser Saison.

(kew)