Lokalsport: Duisburger SV 1900 gelingt souveräner Derbysieg

Lokalsport : Duisburger SV 1900 gelingt souveräner Derbysieg

Fußball: Der Landesligist setzt sich mit 4:0 bei Hamborn 07 durch. Einige Personalentscheidungen hat es auch gegeben.

37 Minuten hatte der letzte Versuch gedauert, das Derby in der Fußball-Landesliga zwischen Gastgeber Hamborn 07 und dem Duisburger SV 1900 über die Bühne zu bringen, ehe ein Gewitter Schiedsrichter Gianluca Röttgen zwang, die Partie beim Stand von 0:0 abzubrechen. Am Donnerstagabend war Röttgen wieder am Holtkamp und konnte diesmal regulär abpfeifen. Die Gäste siegten mit 4:0 (1:0).

Nach fünf Minuten lag der DSV 1900 vorne. Emre Camdali nutzte einen Abspielfehler von 07-Keeper Dominik Schäfer zur Führung. Danach spielten die Wanheimerorter in der Defensive - in der Oldie Rafael Synowiec für den verhinderten Henning Hopf zum Einsatz kam und seine Sache bemerkenswert gut machte - ausgesprochen aufmerksam, sodass Hamborn erst kurz vor der Pause durch den eingewechselten Ahmet Talha Kilinc zu einer Chance kam, die 1900-Torhüter Mo Sadiklar aber parierte.

Per Doppelschlag machte der DSV alles klar. Erst wurde Murat Kara beim 2:0 (68.) nicht angegriffen, dann traf Johannes Brors aus spitzem Winkel zum 3:0 (70.). Acht Minuten später setzte Kara den Schlusspunkt.

Für Burak Öktem war dieses Derby etwas Besonderes: Wie am Rande der Partie bekannt wurde, wechselt der Mittelfeldspieler im Sommer vom DSV 1900 zu den Löwen. "Ich kann den Jungen doch nicht spielen lassen", erklärte DSV-Trainer Ralf Kessen, warum er Öktem nicht in der Startformation brachte.

Dafür kann Jörg Kessen, der sportliche Leiter, einen weiteren Zugang präsentieren. Aus der A-Jugend von Bayer Uerdingen kommt deren Kapitän Moritz Bergmann. Zudem haben Johannes Brors, Hakan Yildirim und Marcel Kischka verlängert.

Ungemach droht dem DSV 1900 am Samstagmorgen in einer Spruchkammersitzung. Arminia Klosterhardt hat gegen die 0:2-Niederlage am 8. April in Wanheimerort Einspruch eingelegt, da der DSV mit Murat Kara einen vermeintlich gelb-gesperrten Spieler eingesetzt habe. Die zehnte Gelbe Karte sah Kara am 28. März in Rellinghausen. Gemäß Spielordnung des Fußball-Verbandes Niederrhein endet die Sperrfrist nach zehn Tagen - das wäre der 7. April gewesen.

Arminia Klosterhardt argumentiert, dass sich die Sperrfrist gemäß Verfahrensordnung auf das gesamte Wochenende erstrecke, der DSV-Spieler also nicht spielberechtigt gewesen sei. Die Partie wurde sogar bereits neu angesetzt, weil dem DSV kein Fehler zu unterstellen sei.

Dagegen haben die 1900er aber nun Einspruch erhoben, die betonen, dass das Ausweiten der Sperrfrist nur für Rote und Gelb-Rote, nicht aber für Gelbe Karten gelte.

Hamborn 07: Dominik Schäfer - Gronemann, Rademacher, Ay (58. Surkau), Daniel Schäfer, Grevelhörster, Namoni, Stuber (29. Kilinc), Schütz, Markic, Keinert (82. Karczewski). Duisburger SV 1900: Sadiklar - Kanzen, Synowiec, Yildirim (82. Er), Meier, Hatta, Ihnacho (64. Durmus), Brors, Nakayama (64. Öktem) , Camdali, Kara.

(T.K./the)
Mehr von RP ONLINE