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Duisburger SV 1900: Deniz Aktag will sich persönlich vorstellen

Fußball : Deniz Aktag will sich persönlich vorstellen

Der neue Coach des Landesligisten Duisburger SV 1900 freut sich auf seine neuen Aufgaben. Er möchte ein anderes System anwenden als sein Vorgänger Julien Schneider.

Für Deniz Aktag ist die Situation immer noch surreal. „Dem Mannschaftsrat habe ich mich inzwischen vorgestellt und meine Spielphilosophie erklärt“, sagt der neue Trainer des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900. Ein Gespräch mit dem gesamten Team, beispielsweise per Videocall, gab es aber noch nicht. „Ich bin da etwas Old School. Ich möchte mich den Jungs persönlich vorstellen. Noch nicht mit dem Team gesprochen zu haben, ist ein komisches Gefühl, aber das per Video zu machen, ist für mich nicht realistisch genug“, sagt der neue Sportchef an der Düsseldorfer Straße.

Klar ist aber offenbar, dass das Team noch einmal verstärkt wird. „Ich lasse ein anderes System als Julien Schneider spielen. Daher war es noch einmal nötig, dass wir nachlegen“, so Aktag, der als Sportlicher Leiter in Personalunion hofft, zeitnah Vollzug melden zu können.

Der Fußball-Verband Niederrhein hat derweil durchblicken lassen, dass er sich einen Re-Start der Saison erst ab März vorstellen kann. Nun ist die Gruppe drei der Landesliga in der komfortablen Situation, als 14er-Staffel eine der kleinsten Ligen im Verbandsgebiet zu sein. „Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass wir die Saison komplett zu Ende bringen können“, sagt Aktag.

Einmal abgesehen von beispielweise österlichen Verschiebungen auf Montag gibt es von Anfang März bis Ende Juni 17 Sonntage. Der DSV 1900 hat aber noch 18 Spiele zu absolvieren. Die städtischen Nachbarn Hamborn 07 und SV Genc Osman Duisburg müssen sogar noch 19 Mal ran. „Dass wir eine Englische Woche spielen müssen oder meinetwegen sogar drei, das macht uns nichts aus. Dafür sind wir Sportler“, sagt der DSV-Trainer. „Aber es ist ja unklar, ob wir Anfang März wirklich beginnen können. Dann liegt irgendwann knapp ein halbes Jahr zwischen den beiden Saisonteilen und entweder nur an der Hinrunde oder an der Quotientenregelung soll der Auf- und vor allem der Abstieg entschieden werden? Das halte ich nicht für fair“, sagt Aktag. „In der Gruppe drei ist für jeden Klub von Platz eins bis zum Abstieg noch alles drin.“ Daher sagt der DSV-Trainer: „Ich bin für den Abbruch der Saison.“

Dass auch das problematisch sein kann, ist Aktag bewusst. „Wenn wir wirklich im März spielen dürften, hätten wir noch eine viel längere Pause und jeder will dann ja auch spielen“, so der Coach. „Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, diese Zeit im Turniermodus zu überbrücken. Ich weiß es nicht. Aber in Bezug auf Auf- und Abstieg wäre die Fortsetzung kaum fair, vor allem wenn man alle Ligen im Blick hat.“

Freilich wäre das auch für die eigene zweite Mannschaft problematisch, die derzeit auf Rang eins der Kreisliga A steht. „Die zweite Mannschaft in der Bezirksliga zu haben, wäre eine tolle Sache“, hat Aktag aber dennoch die Gesamtsituation im Blick. Eine schwierige Situation also. „Es war sicher ein Problem, in der vergangenen Saison so viele Mannschaften aufsteigen zu lassen. Ich mache dem Verband aber überhaupt keinen Vorwurf. Das ist eine schwierige Aufgabe, die an dieser Stelle bewältigt werden muss“, sagt Aktag.