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Duisburg: Überraschungen im Kreispokal

Fußball : Überraschungen im Kreispokal

Gleich vier Landes- und Bezirksligisten sind in der dritten Runde gescheitert. DSV 1900 verliert das erste Spiel nach dem Rücktritt von Coach Jörg Kessen. Auch Hamborn 07, DJK Vierlinden und Meiderich 06/95 sind aus dem Rennen.

Überraschungen gab es in der dritten Runde des Fußball-Kreispokals. Gleich vier Duisburger Landes- und Bezirksligisten sind gescheitert.

GSG Duisburg – Duisburger SV 1900 2:1 (2:0) Einen Tag nach dem Rücktritt von Trainer Jörg Kessen musste Landesligist GSG beim Großenbaumer A-Ligisten die Segel streichen. Jonis Youssef und Mohnad Aldeakh sorgten für das 2:0 zur Pause. „Das war nicht unverdient. Die Tore sind aus klaren Fehlern von uns entstanden“, so DSV-Coach Damian Opdenhövel. Die Einwechslung der zuvor geschonten Stammspieler Maximilian Fritzsche, Okan Yilmaz und Pierre Kanzen brachte neuen Schwung, doch mehr als der Anschluss durch Yannik Schürmann zwei Minuten vor Schluss sprang nicht mehr heraus.

TuS Mündelheim – Hamborn 07 2:0 (0:0) Den Mündelheimern glückte im Pokal durch Treffer von Niklas Wojahn (60.) und Björn Koths (85.) eine Revanche, die auch für die Meisterschaft Bedeutung haben könnte. „Vor fünf Spielen hat 07 unsere Niederlagenserie in der Liga eingeleitet. Es war wichtig für unsere Moral, dass wir uns das jetzt zurückgeholt haben“, sagte Ralf Gemmer. Dabei war auch dem TuS-Coach bewusst, dass nicht unbedingt mit dem Coup gegen die favorisierten Hamborner zu rechnen war. „Wir hatten beim 1:0 durch einen abgefälschten Freistoß auch das Quäntchen Glück. Danach konnten wir dicht machen und hatten Raum zum Kontern.“

Für die Hamborner, die im Vorjahr noch in den Niederrheinpokal eingezogen waren, war es ein gebrauchter Abend. Noch geladen von der Liga-Niederlage bei SuS 09 Dinslaken war Michael Pomp mehr als verärgert: „Wir haben ordentlich rotiert. Der komplette Kader hat in beiden Partien Spielzeit bekommen. Und alle Akteure haben durch die Bank weg enttäuscht. Was wir gezeigt haben, war charakterlos.“

SV Beeckerwerth – Viktoria Buchholz 1:6 (0:2) Die Viktoria schaffte beim B-Ligisten durch Tore von Thomas Kirsch (14.), Tim Ramroth (40.), Alex Klug (56.), Thorsten Neulinger (60.) und Steven Tonski (82., 86.) einen standesgemäßen Sieg, den Trainer Maik Sauer als „souverän“ bezeichnete. Ihn ärgerte allerdings das Gegentor durch Jan Neunerdt zum 1:4 (61.). „Wir haben es selbst bei einem B-Ligisten nicht geschafft, zu null zu spielen. Das Gegentor hat mir den Abend versaut, da hätten wir auch 15 Treffer schießen können.“

DJK Lösort Meiderich – DJK Vierlinden 3:2 (2:1) Die DJK aus Meiderich behält auch im Pokal die weiße Weste und sorgte für eine faustdicke Überraschung. Mit einem Doppelpack von Kevin Fricke (20., 45.) und dem 3:1 durch Manuel Wawrzyniak (66.) drehte der Tabellenführer der B-Liga-Gruppe 2 den frühen Rückstand durch Ediz Fazljija (3.), der noch den Anschluss erzielte (71.), und warf die zwei Klassen höhere DJK aus Walsum raus. „Wir haben das Spiel eigentlich dominiert, aber zu wenig investiert“, sagte Vierlindens Coach Almir Duric. „Bei uns haben zu viele Spieler keine Kampfbereitschaft mitgebracht.“

Glückauf Möllen – Meiderich 06/95 2:1 (1:1) Auch die Meidericher mussten die Segel bei einem unterklassigen Gegner streichen. Den frühen Rückstand durch einen Strafstoß (13.) konnte Saw Younoussa noch für 06 ausgleichen (33.). Doch dann schlug der A-Ligist in der 83. Minute noch einmal zu und warf den Favoriten aus dem Pokal. Trainer Pierre Schmitz, der sich aus Personalmangel selbst einwechseln musste und sich eine Mitschuld am zweiten Gegentor gab, nahm es mit Fassung. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber für unsere personelle Situation war das Spiel in Ordnung.“

TV Voerde – Preußen Duisburg 5:3 (4:2) Auch im Pokal haben die Preußen kein Glück. Der Tabellenzweite der Nachbargruppe stellte schon vor der Pause die Weichen auf Sieg. Das konnten die Gäste in ihrer besseren zweiten Hälfte nicht mehr wettmachen. Für den DSC trafen Oliver Ivanoski (2) und Marcel Kunka.

TuRa 88 Duisburg – Mülheimer FC 97 2:5 (1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen Beinahe wäre TuRa 88 die Überraschung gegen den Rivalen der vergangenen Saison und jetzigen Bezirksligisten gelungen, doch im Elfmeterschießen, das 1:4 endete, reichte es nicht mehr. Zuvor hatte Nene Afriyie nach der Mülheimer Führung zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung den Ausgleich für den Gastgeber erzielt.

(T.K./sven/mal)