Duisburg: Sven Wies ist neuer Deutscher Meister

Triathlon : Sven Wies wird überraschend Deutscher Meister

Der ehemalige Wasserballer ist beim Triathlon in Düsseldorf in guter Form. Auf der Sprintdistanz kommt er als Erster ins Ziel.

Sven Wies fehlen noch immer die Worte. „Ich bin sprachlos. Ja, ich bin zur Zeit gut drauf, aber das?“ Beim T³-Triathlon Düsseldorf gewann der Duisburger über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) die Gesamtwertung und wurde damit überraschenderweise Deutscher Meister.

Die Strecke in der Nachbarstadt liegt dem 31-Jährigen. Schon im vergangenen Jahr war er als Sieger in der Altersklasse und Gesamtzweiter ins Ziel gekommen. Dabei war Wies zunächst noch mit einem Handicap gestartet. Beim Schwimmen ging er in der zweiten Startgruppe ins Wasser.

Wies: „Keine Ahnung warum. Die stärksten Teilnehmer waren alle in der ersten Gruppe.“ Weil die stärksten Konkurrenten da schon unterwegs waren, fehlte der Vergleich. So kam der ehemalige Bundesliga-Wasserballer zwar mit mehr als drei Minuten (10:43 Minuten) Vorsprung auf die anderen Starter in seiner Gruppe aus dem Wasser, lag damit aber nur auf dem sechsten Rang. „Das war ungewohnt“, sagte Sven Wies. Auf dem Rad, wo er zuletzt immer eine starke Form gezeigt hatte, legte sich der Familienvater besonders ins Zeug.

Schon nach der Hälfte der Strecke war die Konkurrenz in Sichtweite. „Ich habe auf meinem Fahrradcomputer die Zeit gestoppt und gemerkt, dass ich auf die Spitze aufgeholt haben muss. Dadurch war ich natürlich noch zusätzlich motiviert“, sagt Sven Wies. Der Kampfgeist zeigte Wirkung.

Mit zwei Minuten Vorsprung (30:18 Minuten) in der Gesamtwertung ging es auf die Laufstrecke. „Da habe ich das Radfahren zunächst noch deutlich gespürt. Aber je länger ich lief, desto besser fühlten sich meine Beine an“, ließ sich der Duisburger auch von den Anfeuerungsrufen vieler bekannter Gesichter an der Strecke anspornen.

Die gute Form stimmte dann auch auf der Laufstrecke, und seinen Vorsprung konnte Wies letztlich ohne Probleme verteidigen (17:41 Minuten). Nach kräftezehrenden 1:03:14 Stunden überquerte er die Ziellinie. „Es war ein nahezu perfektes Rennen bei bestem Wetter. Ich bin überglücklich“, sagte der frischgebackene Meister.

Mehr von RP ONLINE