Duisburg: SV Wanheim 1900 verstärkt seinen Kader

Fußball : SV Wanheim 1900 verstärkt seinen Kader

Der A-Ligist, der in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt zittern musste, wird nun von erfahrenen Neuzugängen unterstützt. Trainer Gino Barbetti ist mit der Vorbereitung zufrieden.

Dem Abstieg – oder zumindest mal der Relegationsrunde – ist der SV Wanheim 1900 in der vergangenen Saison so gerade eben von der Schippe gesprungen. Ganze zwei Punkte betrug der Vorsprung auf die Reserve von Eintracht Walsum, die nach dieser Runde dann freiwillig den Rückzug angetreten hat. „Uns war schon klar, dass es gegen den Abstieg gehen würde“, sagt Gino Barbetti. „Allerdings“, ergänzt der Trainer des Fußball-A-Ligisten, „hatten wir eine Serie von zehn Spielen, in denen wir einmal unentschieden gespielt und ansonsten mit einem Tor Unterschied verloren haben.“ Keine schöne Serie. „Ich will nicht sagen, dass das ausschließlich Pech war, aber so etwas passiert, wenn man unten drin steht.“ Da hat er Recht.

Barbetti, sein Co-Trainer Denis Waldbach sowie Fußballobmann Ingo Fork stehen aber nun für eine Veränderung im Team. „Wir hatten eine extrem junge Mannschaft. Nun haben wir versucht, mehr Erfahrung ins Team zu holen“, sagt der Trainer. Allerdings gilt es auch zwei schmerzende Abgänge zu verkraften.

Der starke Tim Bonetzki wechselte zu Viktoria Buchholz, Marvin Mauermann fand mit der TuS Mündelheim ebenfalls einen Bezirksligisten ganz in der Nähe. „Das hat uns schon richtig wehgetan“, sagt der Coach. Allerdings stehen auch sechs Neuzugänge auf der Habenseite. Marcel Müller beispielsweise kam vom TV Kalkum-Wittlaer und hat mit den Düsseldorfern sowohl in der Landes- als auch in der Bezirksliga gespielt. Die übrigen fünf kommen aus der starken zweiten Mannschaft von Duisburg 08 – und vier von ihnen haben eine Wanheimer Vergangenheit. So werden Vito Cravotta, Marcel Krause, Tahar Dahri, Martin Zrodlewski und Konstantinos Malizos künftig Gelb und Schwarz tragen. Sie bringen Erfahrung und zum Teil auch höherklassige Erfahrung mit an den Honnenpfad. Welches Ziel ergibt sich daraus? Gino Barbetti setzt ein Lächeln auf. „Die Mannschaft hat ein Ziel“, sagt er. „Aber Denis und ich haben kein Ziel vorgegeben, sondern die Spieler die Vorgabe festsetzen lassen.“ Wie diese Vorgabe dann aussieht? „Das wird nicht verraten.“ Klar dürfte sein, dass es eine Zitterpartie wie in der vergangenen Spielzeit dieses Mal nicht mehr geben soll.

Die Vorbereitung lief durchwachsen bis gut. „Zum Abschluss haben wir gegen den TB Rheinhausen mit 5:0 gewonnen. Das ist zwar nur ein B-Ligist, aber das sah schon ganz okay aus“, sagt der Coach. Es war aber auch beispielsweise ein 0:3 gegen den SSV Erkrath dabei, ebenfalls ein A-Ligist wie Wanheim. „Da war die zweite Halbzeit eine Katastrophe“, so Barbetti. Dagegen gelang ein 3:2-Sieg gegen Union Mülheim – nach einem 0:2-Rückstand. Zum Auftakt der Testspielphase gab es sogar ein 3:3 gegen den Bezirksligisten DJK Vierlinden. „Ein ordentliches Ergebnis“, sagt der Trainer.

Wer die Favoritenrolle in der Süd-Gruppe der Kreisliga A einnimmt? „Das dürften sicher Duisburg 08 und TuRa 88 Duisburg sein“, sagt Barbetti. Für seine Mannschaft beginnt die Saison am kommenden Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen TuSpo Saarn – immerhin Vierter der Vorsaison.

„Ist das so?“, fragt der Trainer. „Naja, ich bin nun im fünften Jahr hier. Gegen Saarn lief es für uns immer ganz gut. Sie scheinen uns zu liegen.“ Nach Pessimismus klingt das nun wahrlich nicht.

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