Duisburg-Spiel zwischen dem MSV und der Stadtauswahl steigt in Homberg

Fußball : Das Duisburg-Spiel braucht mehr Fans

Am Sonntag steht zum dritten Mal das Duell des MSV gegen eine Stadtauswahl an. Vor einem Jahr kamen in Hamborn nur enttäuschende 624 Zuschauer. Jetzt muss in Homberg eine Steigerung her, wenn das Spiel eine Zukunft haben soll.

Der Amateurfußball braucht wieder positive Schlagzeilen. Das betont Rainer Bischoff deutlich. „Ich wohne nur einen Kilometer vom Platz des TuS Asterlagen entfernt. So etwas darf einfach nicht passieren“, sagt der Vorsitzende des Stadtsportbundes Duisburg. Er ist immer noch entsetzt von den Jagdszenen auf die Unparteiischen, die am Sonntag zu einem Spielabbruch in der Kreisliga-Relegation zwischen dem TuS Asterlagen und dem Büdericher SV geführt hatten. „Wir wollen aber nach vorne schauen“, sagte Bischoff trotzig und meint damit das Duisburg-Spiel, das am Sonntag (15 Uhr, PCC-Stadion) in Homberg stattfinden wird.

Und Bischoff wurde noch einmal deutlich: „Wir brauchen unbedingt mehr Zuschauer, sonst macht dieses Format keinen Sinn.“ Vor einem Jahr kamen in Hamborn nur 624 Zuschauer, nachdem bei der Premiere im Jahr 2017 immerhin 1467 Fans die Begegnung in Wanheimerort auf der Anlage des DSV 1900 verfolgt hatten.

An dieser Zahl orientiert sich nun auch der Stadtsportbund, wenn es um die Frage geht, wann man zufrieden sei. „Bei 1500 Zuschauern“, sagt Peter Thomas, der Leiter der SSB-Fachschaft Fußball. Bischoff: „Wir hatten uns damals darauf geeignet, nach drei Jahren noch einmal mit dem MSV über diese Partie zu sprechen. Wer das Duisburg-Spiel weiterhin sehen möchte, sollte am Sonntag also nach Homberg kommen.“

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Klar ist: So nah wie vor einem Jahr in Hamborn, vor wenigen Tagen bei der Testpartie am Honnenpfad beim SV Wanheim 1900 sowie nun in Homberg beim Spiel gegen die Amateur-Stadtauswahl kommen die Fans ihren Zebras nur ganz selten. Und auch das Format bringt einiges an Charme mit, tritt gegen die Profis doch ein Team mit Spielern aus den Duisburger Mannschaften an, die in der abgelaufenen Saison von der Oberliga bis zur Bezirksliga aktiv waren.

Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Graf vom Gastgeber VfB Homberg, Fachschaftsleiter Peter Thomas, Auswahltrainer Julien Schneider, MSV-Spieler Lukas Boeder, SSB-Vorsitzender Rainer Bischoff und MSV-Akteur Tim Albutat (von links) freuen sich auf das Spiel. Foto: Michael Dahlke

Bislang wurden die Spieler durch ein Online-Votum gewählt. Weil aber der Urlaub oft einen Strich durch die Rechnung machte, wurde das Team nun bestimmt. Das Trainergespann wurde aber weiterhin öffentlich gewählt: Die Glücklichen sind Julien Schneider vom Duisburger SV 1900 und Harald Schüffeln von Meiderich 06/95.

„Da ich vorher in Düsseldorf tätig war, ist dies das erste Jahr, in dem ich in meiner Heimatstadt gewählt werden konnte. Das macht mich sehr stolz“, sagt Schneider. Der 26-Jährige hatte sein Team zuletzt mit einer bärenstarken Rückrunde souverän zum Klassenerhalt in der Landesliga geführt.

Ein gemeinsames Training der Duisburger Stadtauswahl wird es nicht geben. „Es werden auch einige Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz kommen müssen. Aber der Spaß an diesem Event soll im Vordergrund stehen. Jeder wird spielen – auch die drei Torhüter, die wir nach jeweils 30 Minuten wechseln werden“, so Schneider.

Tim Albutat trägt seit 2014 das Trikot des MSV, kennt das Duisburg-Spiel also aus eigener Erfahrung. „Da sind immer Jungs, die sehr gut kicken können“, sagt der Mittelfeldspieler über die Amateur-Auswahl. „Vor einem Jahr haben wir uns eine Halbzeit lang sehr schwer getan, ehe doch noch einige Tore fielen.“ Kurios: Sowohl 2017 als auch 2018 setzte sich der MSV jeweils mit 6:1 gegen die Stadtauswahl durch.

MSV-Neuzugang Lukas Boeder freut sich auf die zweite Begegnung in Duisburg: „Ein Spiel gegen eine Auswahlmannschaft kenne ich aus Paderborn nicht. Das ist eine gute Sache. Uns gibt es die Möglichkeit, dass sich die Spieler untereinander, aber auch Spieler und Fans kennenlernen.“

Der Eintritt kostet acht Euro; ermäßigt sowie für Besitzer der Stadtwerke-Kundenkarte vier Euro. Tickets gibt es beim Stadtsportbund (Bertaallee 8b), in den Zebra-Shops, täglich ab 17 Uhr in der Vereinsgaststätte des VfB Homberg und online bei Rheinruhrticket.de.

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