Duisburg: KFC Uerdingen zieht in die Arena ein

Fußball : KFC Uerdingen zieht in die Arena ein

Der Aufsteiger in die 3. Liga ist am Sonntag in der Duisburger schauinsland-arena im Einsatz. Die Krefelder starten mit dem Spiel gegen die SpVgg Unterhaching in die neue Saison. Rund 4000 Zuschauer werden erwartet.

Grotifant statt Ennatz, Stefan Krämer statt Ilia Gruev, Mikhail Ponomarev statt Ingo Wald. Und 3. Liga statt 2. Fußball-Bundesliga. Der KFC Uerdingen bezieht am Sonntag die Schauinslandreisen-Arena als Untermieter. Mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching um 14 Uhr startet der Drittliga-Aufsteiger an der Wedau in die neue Saison.

Die Liga ist so stark besetzt wie selten zuvor. Kaiserslautern, Braunschweig, Karlsruhe, 1860 München, Cottbus und eben auch die ambitionierten Uerdinger mischen mit. „Ich bin heilfroh, dass wir in dieser Liga nicht spielen müssen“, sagte MSV-Präsident Ingo Wald unlängst. KFC-Trainer Stefan Krämer sieht das anders. „Ich kann es kaum noch erwarten. Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagte der 49-Jährige am Donnerstag beim Pressegespräch in der Krefelder Grotenburg, die für den Drittliga-Betrieb nicht geeignet ist und in den nächsten Monaten modernisiert werden soll.

Der Umzug nach Duisburg kommt für den KFC dem Biss in den sauren Apfel gleich. „Wir haben 38 Auswärtsspiele“, sagt Krämer, der mittelfristig dann aber doch an der Wedau heimisch werden will, damit sich zumindest ansatzweise so etwas wie ein Heimvorteil einstellen kann. Die Messlatte beim KFC liegt hoch, der Club will den Durchmarsch in die 2. Liga schaffen.

Krämer, der 2013 mit Arminia Bielefeld Drittliga-Vizemeister wurde und aufstieg, weiß das und geht damit offensiv um: „Ich würde mich doch lächerlich machen, wenn ich vom Klassenerhalt reden würde.“ Der KFC setzte mit einigen spektakulären Transfers Ausrufezeichen – vor allem mit der Verpflichtung von Weltmeister Kevin Großkreutz, der vom Zweitligisten SV Darmstadt 98 kam.

Mit konstant guten Leistungen im Ausweichquartier, so Krämer, könnte der KFC in Duisburg dann doch irgendwann heimisch werden. Vor allem dann, wenn auch die KFC-Fans die Spielstätte annehmen würden. Die Anhänger üben sich noch in Zurückhaltung. Der KFC verkaufte bislang nur gut 700 Dauerkarten. „Viele Fans scheuen sich aufgrund der Entfernung vor dem Kauf einer Saisonkarte“, sagt KFC-Pressesprecher Jan Filipzik. Einschließlich der Dauerkartenkunden haben bislang 2000 Fans das Spiel gegen Unterhaching gebucht. Die Krefelder erwarten am Sonntag rund 4000 Zuschauer.

Nicht alle KFC-Spieler betreten in Duisburg Neuland. Die früheren Zebras Tanju Öztürk, Christopher Schorch und Johannes Dörfler kennen sich an der Margaretenstraße sehr gut aus. Zudem bestritt der KFC Uerdingen schon im vergangenen Mai sein Aufstiegsspiel gegen den Waldhof Mannheim in Duisburg.

Mit MSV-Trainer Ilia Gruev steht Stefan Krämer übrigens regelmäßig in Kontakt. „Ich kenne ihn und Ivo Grlic gut. Wir gratulieren uns gegenseitig nach jedem Sieg“, verrät der Coach.

Der Saisonstart ist aus organisatorischer Sicht eine echte Herausforderung für die Uerdinger. Am morgigen Samstag ist der Hausherr MSV mit seinem Traditionsturnier in der Arena am Ball. Und erst danach können die Krefelder dann die Vorbereitungen für das Haching-Spiel in Angriff nehmen. Jan Filipzik hat schon jetzt eine Vermutung: „Das wird auf eine Nachtschicht für uns hinauslaufen.“

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