Duisburg: Höhen und Tiefen beim Fußball-Bezirksligisten VfB Homberg II

Fußball : VfB Homberg II erlebt eine Achterbahnfahrt

Der Bezirksligist hat sein volles Potenzial noch nicht abgerufen. Coach Sunay Acar hofft auf eine Steigerung im neuen Jahr.

Die erste Saisonhälfte erinnert Sunay Acar, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB Homberg II, an eine Achterbahnfahrt. „Es gab Höhen und Tiefen, gute und schlechte Spiele. Wir wollten konstant auftreten. Das haben wir bisher aber noch nicht hinbekommen“, sagt er. Dass die Achterbahnfahrt kurz vor Weihnachten auf dem sechsten Tabellenplatz endete, stellt den Coach jedoch zufrieden: „Mit der Platzierung sind wir natürlich einverstanden. Trotzdem waren unsere Spiele sehr durchwachsen. Von der Punkteanzahl haben wir eigentlich eine andere Vorstellung.“

Das Minimalziel haben Acar und seine Elf im Gegensatz zum Homberger Regionalliga-Team erreicht: „Mit dem Abstiegskampf haben wir nichts zu tun.“ Danach sah es Ende August noch nicht aus. Nach Startschwierigkeiten konnte der VfB II nur eine der ersten vier Partien gewinnen. „An den Niederlagen waren wir oft selbst schuld, da wir undiszipliniert und unkonzentriert aufgetreten sind. Wir müssen immer unser volles Potenzial abrufen“, sagt Sunay Acar. Es folgte eine Siegesserie von vier Partien. Die nächste Niederlage setzte es erst Ende Oktober.

Obwohl die Homberger vor der Winterpause in drei Spielen ohne Sieg blieben, gehen sie mit einem guten Gefühl in die pflichtspielfreie Zeit. Vor dem 1:1 gegen den Landesliga-Absteiger GSV Moers lieferte sich der VfB II mit dem Tabellenführer TSV Wachtendonk-Wankum ein Duell auf Augenhöhe. „Da haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und zu Recht einen Punkt geholt“, sagt Trainer Acar.

Der TSV dominiert die Gruppe vier und hat bereits 17 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. „Da haben wir sehr gut dagegen- und mitgehalten“, so der VfB-Coach. Dabei lief am Rheindeich in der Hinrunde nicht alles nach Plan. Den sportlichen Tiefpunkt gab es bei der 1:6-Niederlage beim SV Sonsbeck II. Sunay Acar sprach anschließend sogar von „Arbeitsverweigerung“ seiner Spieler.

Mit Jeremiah Osei verlor der VfB Homberg II im Saisonverlauf einen Leistungsträger. Der bis dato beste Angreifer – sechs Tore in neun Spielen – entschied sich für einen Umzug in eine andere Stadt und musste den Verein somit verlassen. Michael Wiedemann ersetzte Osei jedoch nahezu perfekt und blühte nach dessen Abgang regelrecht auf. Acht Tore erzielte der 24-Jährige in elf Einsätzen. Auch aus diesem Grund sieht Sunay Acar eher im Defensivbereich personellen Nachholbedarf. „Wir würden gerne noch einen Abwehrspieler und einen Sechser holen“, sagt der Coach, der jedoch Anforderungen an mögliche Neuzugänge hat: „Es muss menschlich passen. Zudem sollte es ein junger Spieler sein, der uns sofort weiterhilft.“

Große finanzielle Sprünge kann der Tabellensechste nicht machen. Ob mit oder ohne Neuzugänge haben die Homberger klare Ziele. „Wir wollen eine konzentrierte und intensive Vorbereitung absolvieren. Ich weiß, dass wir noch mehr können“, so Acar.