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Duisburg Ducks schlagen Oberhausen 8:5

Skaterhockey : Enten tun sich gegen das Schlusslicht aus Oberhausen schwer

Skaterhockey-Bundesliga:

Sven Fydrich war stinksauer. „Bei allem Respekt vor den Miners Oberhausen. Aber das geht nicht. Gerade in dieser Besetzung“, sagte der Sportliche Leiter der Duisburg Ducks. Nun hatten sich die Oberhausener nichts zuschulden kommen lassen. Ganz im Gegenteil: Die Miners, die ohnehin einen immensen personellen Aderlass zu verkraften hatten, mussten zudem mit Stefan Dreyer, Stephan Kreuzmann und Etienne Renkewitz auf drei ihrer vier besten Scorer verzichten – und dennoch sah es zur Spielmitte so aus, als könnten die Enten die Partie gegen das punktlose Schlusslicht verlieren. Erst ein halbwegs konzentrierter dritter Abschnitt sorgte dafür, dass sich die Duisburger mit 8:5 (3:3, 2:2, 3:0) durchsetzten.

Im Eishockey – und damit auch im Skaterhockey – ist genau definiert, welcher Treffer das so genannte „Game Winning Goal“ ist. Das war das 6:5 von Pascal Behlau in der 44. Minute. Der wirkliche Wendepunkt war der Treffer von André Petry, der drei Sekunden vor der zweiten Pause einen Schlagschuss zum 5:5 in die Oberhausener Maschen jagte. „Danach war der Widerstand gebrochen. Die Miners kamen nicht mehr zurück“, so Fydrich, der allerdings auch sagte: „Wären die drei fehlenden Spieler dabei gewesen, hätten wir das hier wohl verloren.“

Obwohl die Oberhausener bislang sieglos sind und zur neuen Saison wohl wieder in der 2. Bundesliga ran müssen, haben sie viele Spiele enger gestaltet, als es zu vermuten gewesen wäre – mit drei Ausnahmen, als sie regelrecht abgeschossen worden sind. So ging von den Miners auch am Samstag gut 30 Minuten lang viel Gefahr aus – und diese Gefahr hörte auf den Namen Joey Menzel. Der Ex-Duisburger machte eine bärenstarke Partie, erzielte drei von fünf Treffern und bereitete einen weiteren vor. Erst langsam und viel zu spät fanden die Ducks zu ihrem Rhythmus – was auch für Torhüter Felix Tauer galt, der normalerweise zu den Besten der gesamten Liga gehört, aber im ersten Drittel einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Doch Tauer fing sich und führte sein Team so auf die Siegerstraße. Was ärgerlich war: Ein Toptorhüter wie Felix Tauer kann einen schlechten Tag haben – aber dann müssen seine Vorderleute einfach auch mal für ihn da sein. Oft genug ist es anders herum. Doch mit fehlender Körperspannung lagen die Ducks nach 2:0-Führung erst 2:3, dann 3:5 hinten – ehe ein durchschnittliches letztes Drittel reichte, um die Partie zu gewinnen.

Miners Oberhausen – Duisburg Ducks 5:8 (3:3, 2:2, 0:3); Tore: 0:1 (3:23) Nachtwey (Petry), 0:2 (6:18) Behlau, 1:2 (6:44) Fischer (Täger), 2:2 (10:21) Menzel (Täger), 3:2 (11:09) Menzel (Sandkühler), 3:3 (15:07) Nachtwey (Hildebrandt/4-3), 4:3 (26:51) Menzel (Fischer), 5:3 (28:06) Möllmann (Menzel), 5:4 (30:56) Fiedler (Hildebrandt/5-4), 5:5 (39:57) Petry (Behlau), 5:6 (43:17) Behlau, 5:7 (49:04) Neuhausen (Behlau), 5:8 (57:10) Neuhausen (Behlau). Strafen: Oberhausen 12, Duisburg 6.