Duisburg: Ducks-Niederlage in der Skaterhockey-Bundesliga

Skaterhockey-Bundesliga : Ducks: 8:15-Pleite bei den Essen Rockets

Nach einem guten Start lassen die Gäste aus Duisburg mehr und mehr nach. Bis zur Mitte der Partie läuft es noch ausgeglichen, doch dann nimmt das Fiasko seinen Lauf.

Etwas mehr als die Hälfte des Spiels war vorbei, als die entscheidende Szene das Spiel zugunsten der Rockets Essen kippen ließ: Gerade hatte Sebastian Schröder, bis vor kurzem selbst noch im Raketen-Trikot am Schläger, den 5:6-Anschluss erzielt. Doch dann langten Florian Breves und Dominik Luft zu – und nur 27 Sekunden später lagen die Hausherren mit 8:5 vorne. Obwohl die Enten noch bis zum Beginn des Schlussabschnitts dran blieben, mussten sich die Duisburg Ducks im Ruhrderby der Skaterhockey-Bundesliga auswärts den Essenern mit 8:15 (3:4, 3:7, 2:4) geschlagen geben.

„Wir machen gar nicht so viel falsch – oder so viel mehr falsch als andere Mannschaften“, konstatierte Sven Fydrich, der sportliche Leiter der Ducks, im Anschluss. „Aber in den entscheidenden Situationen treffen Teams wie Essen gegen uns, während wir zu viele unserer guten Chancen auslassen.“ Das trifft gerade auf den ersten Abschnitt zu. Die Ducks starteten hervorragend und lagen nach gut fünf Minuten nach Toren von André Petry und Julien Marten mit 2:0 vorne. Essen glich jeweils in Überzahl aus und ging schließlich mit einer 4:3-Führung in die erste Pause. Zwar hatten die Raketen deutlich mehr Ballbesitz, doch die besseren Chancen dieser Phase lagen auf Seiten der Ducks – die diese allerdings nicht gut genug ausnutzten. Ein weiterer Knackpunkt: „Wir sind in Zweikämpfen einfach zu lieb“, so Fydrich. „Die gegnerischen Spieler können zu oft den Ball ohne Probleme annehmen.“ Am Ende war es aber auch eine Frage der Kraft – und der Temperaturen. Denn mit der Hitze in der Essener Rollsporthalle an der Raumerstraße kamen die Rockets deutlich besser zurecht. Wie warm es war, zeigte, dass beide Torhüter – Felix Tauer bei den Ducks und Tim Koziol bei den Rockets – im Laufe des zweiten Drittels Platz für ihre Backups machten. Moralisch ist den Ducks im Duell mit dem Meisterschaftsfavoriten aus Essen kaum etwas vorzuwerfen, denn zu Beginn des letzten Drittels verkürzten André Petry und Phil Grühn per Doppelschlag auf 8:11 – danach aber setzte sich der Gastgeber deutlich ab.

Tore: 0:1 (3:03) Petry (Marten), 0:2 (5:14) Marten (Hildebrandt/4-3), 1:2 (7:11) Marsall (Luft/4-3), 2:2 (9:13) Daniel Breves (Brandt/4-3), 3:2 (16:08) Luft (Daniel Breves), 4:2 (18:39) Nieberle (Marsall), 4:3 (18:59) Grühn (Müller), 4:4 (26:02) Linde (Petry/3-3), 5:4 (27:11) Brandt (Nieberle), 6:4 (30:13) Brandt (Penalty), 6:5 (31:33) Schröder (Hildebrandt), 7:5 (31:41) Florian Breves (Luft), 8:5 (32:00) Luft (Florian Breves), 8:6 (34:15) Behlau (Hildebrandt/4-3), 9:6 (35:07) Luft (Brandt/4-3), 10:6 (37:05) Marsall (Luft), 11:6 (37:17) Brandt (Schneider), 11:7 (41:11) Petry (Fiedler), 11:8 (41:21) Grühn (Fiedler), 12:8 (45:51) Luft, 13:8 (47:41) Porsch (Schneider), 14:8 (48:11) Marsall (Luft), 15:8 (51:30) Pakmor (Luft).

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