Lokalsport: Düsseldorf wird zum RESG-Albtraum

Lokalsport : Düsseldorf wird zum RESG-Albtraum

Bundesliga: Zum Saison-Auftakt kassiert die RESG Walsum eine 0:3-Heim-Niederlage gegen den TuS Düsseldorf-Nord. "Diese Niederlage tut weh", musste auch der Walsumer Trainer Günther Szalek eingestehen.

Drei Mannschaften blieben am ersten Saisonspieltag der Rollhockey-Bundesliga ohne eigenen Treffer. Dass neben dem RSC Darmstadt (0:6 in Herringen) und den Moskitos Wuppertal (0:15 gegen den SC Bison Calenberg) auch die RESG Walsum dazu zählen würde, hätten die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters im Vorfeld so nicht erwartet. "Das tut schon sehr weh", bekannte Trainer Günther Szalek nach der 0:3 (0:1)-Auftaktpleite im Derby gegen den TuS Düsseldorf-Nord.

Schon wieder Düsseldorf: Die Unterrather hatten bereits vor Jahresfrist die erste Saisonpartie in der Halle Beckersloh für sich entschieden und an gleicher Stelle dann später auch den Einzug ins Pokalfinale geschafft. Mit zerknirschtem Blick musste Szalek auch diesmal wieder zuschauen, wie sich die Gästespieler und ihr neuer Coach Robbie van Dooren von den wie üblich lautstarken TuS-Fans feiern ließen. "Dabei war es ja gar nicht so, dass die sich das mit klaren Chancen verdient hätten", fand der Trainer der Roten Teufel. Vielmehr war es ein individueller Fehler, durch den Düsseldorfs Neuzugang Davy van Willingen nach 20 Minuten in die Lage kam, die Kugel nur noch ins leere Tor schieben zu müssen.

Dass der Niederländer zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkett stand, ärgerte die Gastgeber. Kurz zuvor hatte er nämlich mit einem Schlag auf die Hand von Felipe Sturla eine zeitstrafenwürdige Aktion verübt. Die Schiedsrichter Ton Sörensen und Bernd Ullrich ließen die blaue Karte aber stecken und beließen es extrem großzügig bei einem Teamfoul.

Weniger gnädig war das Duo dann in der 37. Minute. Da lief RESG-Spanier Miquel Vila in den portugiesischen Gästeneuzugang Diogo Carrilho hinein und kassierte - mal wieder - einen zu harten blauen Karton.

TuS-Kapitän Andreas Paczia trat zum fälligen Penalty an, der mit viel Glück hinter Tobias Wahlen zum 2:0 über die Linie kullerte. Eine Minute später hätte Felipe Sturla für neue Hoffnung sorgen können. Sein Penalty nach blau-geahndetem Foul von Tobias Paczia an Xevi Berruezo war aber wohl einer der schlechtesten, die jemals in der Halle Beckersloh ausgeführt wurden: Jan Kutscha im Gästetor musste ihn im Prinzip nicht einmal abwehren.

Auch die daraus resultierende zweiminütige Überzahl brachte den Hausherren nichts ein; stattdessen machte van Willingen per Konter mit seinem zweiten Tor für die Landeshauptstädter alles klar. Sebastian Haas hätte nach dem zehnten Düsseldorfer Teamfoul noch einmal verkürzen können, scheiterte aber per Penalty am an alter Wirkungsstätte mal wieder herausragenden Kutscha.

Alte Bekannte trifft die RESG in der ersten Runde des CERS-Cups, die am Samstag ausgelost wurde. Gegner ist der spanische Vertreter CE Lleida Llista, der am 4. November in Walsum gastiert und die Roten Teufel drei Wochen später in Katalonien empfängt. Vor vier Jahren schied die RESG in diesem Duell durch ein 1:3 und ein 2:5 aus gegen die Spanier aus.

Tore: 0:1 van Willingen (20.), 0:2 Andreas Paczia (37.), 0:3 van Willingen (40.).

(RP)
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