Skaterhockey: Ducks-Junioren verpassen den Titel

Skaterhockey : Ducks-Junioren verpassen den Titel

Der Ausrichter der Deutschen Meisterschaften verliert im Finale gegen Kaarst. Die Enttäuschung ist riesig.

Sport kann manchmal so ungerecht sein. Die Junioren der Duisburg Ducks bekamen das gestern knüppelhart zu spüren. Der haushohe Favorit unterlag im Finale um die Deutsche Meisterschaft den Crash Eagles Kaarst mit 6:7 (4:4) und musste dabei einsehen, dass nicht immer das bessere Team gewinnt. Nach der Schlusssirene gab es aus Duisburger Sicht bittere Szenen und viele Tränen. Coach Jan-Kristof Bedrna und sein Trainerteam hatten alle Hände voll zu tun, um die enttäuschten Spieler zu trösten. Bis lange in die Nacht saßen die Ducks-Junioren gestern Abend noch in der Sporthalle Süd und wollten es einfach nicht wahrhaben: "Wir saßen noch lange in der Halle und haben uns das noch mal durch den Kopf gehen lassen. Aber das ist eben Sport", meinte Coach Bedrna gestern Abend.

Zuvor hatte sein Team eine beeindruckende Endrunde gespielt. Bis eben zum Finale, wo es einfach nicht klappen wollte. In der Vorrunde, im Viertelfinale und auch im Halbfinale deklassierten die Ducks die Konkurrenz regelrecht: "Die Mannschaft hat eine tolle Endrunde gespielt und alles richtig gemacht. Leider hat das im Finale nicht mehr gereicht. Der Siegtreffer 41 Sekunden vor Schluss hat richtig wehgetan." Auch der Vereinsvorsitzende Volker Rabe war nach zwei harten Tagen niedergeschlagen und machte sich recht fix auf den Weg nach Hause: "Das war alles zu viel. Ich weiß gar nicht, wie viele Leute nach dem Finale auf mich zu gekommen sind. Sogar viele Kaarster waren dabei, die mir bestätigt haben, dass wir den Sieg verdient gehabt hätten. Aber dennoch sind wir natürlich faire Verlierer und gratulieren dem neuen Deutschen Meister zum Titel."

Gleich am Samstagmorgen machten die Junioren Ducks ihre Formstärke deutlich. Dem 9:1-Auftaktsieg über die Rhein-Main Patriots ließen die "Enten" ein deutliches 8:0 über den IHC Atting folgen. Obwohl schon als Gruppenerster feststehend, war auch der dritte Sieg gegen die Bissendorfer Panther (6:3) zumeist einseitig. Es folgten Viertel-, und Halbfinale, die sich zu wahren Schützenfesten entwickelten. In jeweils 30-minütiger Spielzeit wurden zunächst die Dragons Heilbronn beim 14:0 geradezu aus der Halle geschossen, ehe auch das 11:2 gegen den Titelverteidiger TV Augsburg überdeutlich war. So ging es mit einem Torverhältnis von 48:6 Toren in das Endspiel, wo es gegen die Crash Eagles Kaarst ging, die den Ducks vor Wochenfrist noch im Westdeutschen Finale unterlegen waren. Auch Kaarst kam ohne Probleme durch die Endrunde, wirkte aber nicht ganz so dominierend wie die Duisburger.

Im Finale fielen ebenfalls sehr schnell Tore. Dem 0:1 der Kaarster ließen die "Enten" gleich drei Tore innerhalb von sieben Minuten folgen. So schien der Favorit auf der Siegerstraße, was aber nicht lange anhalten sollte: "Leider haben wir zu dem Zeitpunkt unseren Stiefel nicht weiter runtergespielt", so Bedrna, dessen Team noch vor der Pause den Ausgleich kassierte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkten dann die Kaarster frischer und abgebrühter und zogen auf 4:6 davon. Angetrieben von den überragenden Allstar-Spielern André Petry und Nick Rabe kamen die Ducks noch einmal heran und glichen zum 6:6 aus. Doch 41 Sekunden vor Ende folgte der Schock in Form des siebten Kaarster Treffers, der im Anschluss wie ein Knockout wirkte.

Trotz des verlorenen Finals blickt Trainer Jan-Kristof Bedrna auf eine tolle Saison zurück: "Wir haben eine überragende Saison gespielt, die wir leider nicht krönen konnten." Vereinschef Volker Rabe war ebenfalls angetan: "Die Mannschaft ist Pokalsieger und Europapokalsieger. Leider haben wir nun das i-Tüpfelchen verpasst. Das wirkt natürlich wie ein Schlag. Insgesamt haben wir aber eine tolle Endrunde gesehen. Ich möchte mich bei allen Helfern für die gelungene Veranstaltung bedanken."

(knue)
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