Wasserball: DSV reist am Wochenende 1250 Kilometer weit

Wasserball : DSV reist am Wochenende 1250 Kilometer weit

In der Wasserball-Bundesliga B müssen die 98er erst nach Weiden, dann nach Plauen. Zwei Siege sind nötig.

Vor den Wasserballern des Duisburger SV 98 liegt ein strapaziöses Wochenende. Die Kleinbusse, in denen die Mannschaft von Sorin Jianu unterwegs ist, werden am Sonntagabend um die 1250 Kilometer mehr auf dem Tacho haben. Erstes Ziel ist die Oberpfalz, wo heute (18 Uhr) der SV Weiden als Gegner wartet. Im Hinblick auf die Pre-Play-offs, für die sich die ersten Vier der Bundesliga-Hauptrunde B qualifizieren, ist die Partie von enormer Bedeutung. Sowohl die fünftplatzierten Gastgeber (4:4-Punkte) als auch die 98er (2:6) liegen derzeit in Lauerstellung. Auf die speziellen Bedingungen in der Thermenwelt – 25-Meter-Becken, hohe Luftfeuchtigkeit – haben sich die Wedauer in den vergangenen Tagen intensiv vorbereitet. "Das Spielfeld in Weiden ist kleiner als gewohnt. Im Training haben wir uns daher auf schnelle Spielzüge und ebenso schnelle Abschlüsse eingerichtet", erklärt Trainer Jianu, der mit einer hartumkämpften Partie rechnet: "Es wird auf die Tagesform ankommen und darauf, ob wir Weidens gefährliche Schützen unter Kontrolle halten können."

Knapp die Hälfte der SVW-Tore ging bislang aufs Konto des Briten Sean Ryder und des Ungarn Andras Langmar. Die 98er ihrerseits haben im Angriff noch Steigerungspotenzial. "Die Erfahrungen der letzten Jahren haben gezeigt, dass es in Weiden darauf ankommt, welche Mannschaft den kühleren Kopf bewahrt und ob sich die Schiedsrichter von den Gegebenheiten beeinflussen lassen", erklärt Wasserballwartin Susanne Becker: "Es begegnen sich zwei Teams auf Augenhöhe, da können sich kleinste Fahrlässigkeiten entscheidend auswirken."

Nach dem Spiel reist das Team um Kapitän Jan Janzen weiter ins Vogtland. Morgen (11.30 Uhr) bittet dort der SVV Plauen zum Duell. Gegen den noch punktlosen Aufsteiger sind die Gäste favorisiert. Auf die leichte Schulter nimmt Wasserballwartin Susanne Becker den Rivalen jedoch keineswegs: "Es wäre fatal, Plauen zu unterschätzen. Dass sie die ersten vier Spiele verloren haben, darf man nicht als Schwäche werten. Potsdam und Wedding treten bislang sehr souverän auf, und in Neustadt und Weiden ist es verdammt schwer."

In punkto Fan-Mobilisierung sind die Sachsen längst im Wasserball-Oberhaus angekommen. Mehr als 500 Zuschauer verfolgten das erste Heimspiel gegen Wedding. In Acht nehmen muss sich der DSV insbesondere vor Peter Karteszi. Der ungarische Linkshänder hat bereits zehn Saisontreffer zu Buche stehen. "Plauen ist zu Hause aufgrund seines körperbetonten und athletischen Spiels sehr stark", sagt Trainer Jianu: "Aber unsere Marschrichtung ist klar: Wir wollen das Spiel von Beginn an bestimmen und unbedingt gewinnen." Verzichten müssen die 98er auf Jan Bilstein. Der 23-Jährige hat sich eine Verletzung am Sprunggelenk und wird voraussichtlich längere Zeit ausfallen.

(kök)
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