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Wasserball: DSV in der Abstiegsrunde unter Druck

Wasserball : DSV in der Abstiegsrunde unter Druck

Heute empfangen die 98er mit dem SC Wedding ein Urgestein des Wasserballs. Im ersten Spiel der entscheidenden Play-down-Serie geht es um eine gute Ausgangslage. Wer von fünf Spielen drei gewinnt, bleibt in der Bundesliga.

Aegir Uerdingen, Poseidon Hamburg, die SpVg Laatzen und die SGW Hamm/Brambauer haben Eines gemeinsam. Sie alle zogen in den vergangenen Jahren in den Abstiegsendspielen der Deutschen Wasserball-Liga gegen den Duisburger SV 98 den Kürzeren. Vier Mal in Folge sicherte sich der Altmeister auf den letzten Drücker den Verbleib im Oberhaus. Ab heute Abend ist erneut Nervenstärke gefordert. Um 18.30 Uhr beginnt im Schwimmstadion die zweite Play-down-Runde gegen den SC Wedding. Der Sieger der Serie, die im Best-of-five-Modus ausgespielt wird, bleibt Bundesligist. Der Verlierer muss den Gang in die jeweilige Landesgruppe der Zweiten Liga antreten. Ganz gleich, welchen Verein es erwischt, die DWL verliert in jedem Fall ein Urgestein.

Wedding zählte bis vor drei Jahren noch zu den Top-Sechs der Liga. Danach ging es Schritt für Schritt bergab. 2012 hielten sich die Berliner glanzlos in der Hauptrunde, im vergangenen Jahr folgte dann aber doch der Liga-interne Abstieg in die leistungsschwächere Hauptgruppe B. Hier landete die Mannschaft von Stefan Tschierschky hinter dem souveränen Spitzenduo OSC Potsdam / SV Krefeld 72 auf dem dritten Platz. Anschließend kam es knüppeldick. Erst verpasste Wedding in den Duellen mit den White Sharks Hannover den direkten Wiederaufstieg in die A-Gruppe. Dann hatte der SCW in der ersten Play-down-Runde überraschend gegen den SC Neustadt das Nachsehen. Auf die Teilnahme an den Abstiegsendspielen waren die Hauptstädter somit nicht vorbereitet. Anders gestaltete sich die Situation für den DSV 98. Die Schützlinge von Sorin Jianu konnten frühzeitig den Fokus auf die Play-downs richten, denn in der Punkterunde blieben sie erneut vieles schuldig. Der siebte und damit vorletzte Platz spiegelte zwar nicht den eigenen Anspruch, wohl aber die zumeist enttäuschenden Leistungen wider. Dass dem Team um Centerspieler Raul Diakon anschließend gegen Krefeld 72 der vorzeitige Klassenerhalt verwehrt blieb, war nicht anders zu erwarten gewesen. Bei den Niederlagen (8:12, 9:10) gegen den favorisierten Nachbarn präsentierten sich die 98er freilich stark formverbessert.

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Der Ausgang der Play-downs ist offen. Heute Abend lastet der größere Druck sicherlich auf den Duisburger Schultern. Der DSV sollte vorlegen, schließlich müssen die Blau-Weißen aufgrund ihrer schlechteren Hauptrunden-Platzierung den Auswärtsnachteil kompensieren. Am nächsten Wochenende genießt Wedding zweimal Heimrecht. Die vierte Begegnung fände am 10. Mai (16 Uhr) im Inselbad statt, das fünfte Spiel am 17. Mai im Berliner Kombibad.

(RP)