Lokalsport: DSV biegt ein 0:2 noch in einen Sieg um

Lokalsport : DSV biegt ein 0:2 noch in einen Sieg um

Landesliga: Und dabei heißt der Gegner auch noch ESC Rellinghausen und reist als Tabellenzweiter nach Duisburg. Ryuka Hirata bringt den DSV heran, dann gelingt Burak Öktem in der zweiten Hälfte ein Hattrick.

Ralf Kessen war stolz auf seine Jungs. "Andere Mannschaften wären dann tot", sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 nach dem 4:2 (1:2)-Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten ESC Relllinghausen - und meinte damit die 40. Minute, als die Wanheimerorter mit 0:2 zurücklagen. Und das gegen eine starke Mannschaft. "Aber jetzt sind wir auch oben dran. Diese drei Punkte waren richtig wichtig", strahlte Burak Öktem, der sein Team mit einem Hattrick in der zweiten Hälfte zum Sieg geschossen hatte.

"Das war eine Topleistung in der zweiten Halbzeit. Alle haben 100 Prozent gegeben", freute sich der Dreifachtorschütze. "4:2 gegen den Tabellenzweiten nach einem 0:2-Rückstand - das kann man so machen." Sein Trainer freute sich, dass das, was sich sein Team in der Pause vorgenommen hatte, auch geklappt hatte. "Wir wollten Rellinghausen früh attackieren." Und tatsächlich pressten die Wanheimerorter extrem hoch, standen also weit in des Gegners Hälfte. Und das beeindruckte die Gäste offenbar. Und als sie ihrerseits eine Viertelstunde vor Schluss mit zwei Toren hinten lagen, erzählte ihre Körpersprache nichts von einer Schlussoffensive.

"Wir sind gar nicht so schlecht ins Spiel gekommen", sagte Öktem - und sein Trainer stimmte ihm zu. Dennoch gingen die 1900er durch den wieselflinken Kohei Yokozawa in der siebten Minute in Führung. Immer wieder stellte der Japaner die Gastgeber vor Probleme - bis Kessen die Außenverteidiger tauschte und sich Seiya Nakayama mit seinem Landsmann beschäftigte. "Danach habe ich von Yokozawa nichts mehr gesehen", stellte Kessen zurecht Nakayamas starke Leistung heraus, der auch immer wieder Akzente in der Offensive setzte. Ein zweiter Matchwinner nach Burak Öktem.

Dabei war Rellinghausen Mitte der ersten Halbzeit gut im Spiel. Durch zurückgezogene Mittelfeldakteure im Spiel gegen den Ball hatten die Gastgeber wenig Raum. Die Folge war der Treffer zum 0:2 durch Martin Schüring (40.). Doch Ryuka Hirata verkürzte nur zwei Minuten später nach starker Vorlage von Kosuke Hatta auf 1:2.

Verrückt begann Hälfte zwei. Nach einem Foul an Emre Camdali im Sechzehner hätte ESC-Keeper Sebastian Behler auch Rot sehen können. Doch Schiri Marcel Mengelberg entschied zunächst auf Gelb und Freistoß an der Strafraumgrenze. Bei Gelb blieb es, doch sein Linienrichter überzeugte ihn vom fälligen Elfmeter, den Öktem sicher verwandelte. Mit einem schönen Distanzschuss aus 18 Metern ins lange Eck, für den Behler einfach ein paar Zentimeter fehlten, brachte er den DSV in Führung (55.) und machte nach Camdali-Vorlage alles klar (75.).

(RP)
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