Wasserball DSV 98 steht gegen Köln unter Zugzwang

Duisburg · Für den Wasserball-Bundesligisten beginnt Sonntag im Hallenbad Toeppersee die zweite Halbserie. Die Frauen der Freien Schwimmer stehen mit der Partie gegen Heidelberg vor ihrem ersten Schlüsselspiel.

Das Hinspiel gegen die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln haben die Bundesliga-Wasserballer des Duisburger SV 98 in bester Erinnerung. Im Leistungszentrum Müngersdorf waren die Wedauer von Beginn an Herr der Lage, führten 6:0, ehe Köln nach geschlagenen 20 Minuten seinen ersten Treffer erzielte. Am Ende stand für den DSV ein 8:3-Auswärtssieg zu Buche, der erste und bislang einzige in einer bisher bestenfalls durchwachsenen Saison.

In der zweiten Halbserie, die morgen um 16 Uhr im Hallenbad Toeppersee mit dem Rückspiel gegen Köln beginnt, muss die Mannschaft von Carsten Jocks eine gute Schippe drauflegen. Soll es für den aktuellen Tabellenfünften der Hauptrunde B noch etwas werden mit der Teilnahme an den Pre-Playoffs, müssen alle vier Heim- und wohl wenigstens ein Auswärtsspiel gewonnen werden. Gegen den Vorletzten aus der Domstadt, für den der langjährige ASCD-Spieler Vlad Kapsa ins Becken steigt, sind die 98er klar favorisiert.

"Die Kölner sind eine harte Nuss, schließlich verfügen sie über eine robuste und erfahrene Mannschaft", sagt 98-Kapitän Jan Janzen: "Dennoch muss am Sonntag ein Sieg her, damit wir uns in der Tabelle nach unten absichern und den Anschluss an die vorderen Plätze nicht verlieren."

Auch Trainer Jocks sieht im morgigen Gast "einen unangenehmen Gegner, den wir trotz des deutlichen Hinspielsieges nicht unterschätzen dürfen. Beide Mannschaften kennen sich gut, daher müssen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und das Spiel selbst gestalten. Wenn wir das schaffen, gewinnen wir."

Personell ist bei den 98ern, die beim Vorbereitungsturnier der SGW Hamm/Brambauer als Zweiter einen guten Eindruck hinterließen, mit einer Ausnahme alles in bester Ordnung. Tom Graue kuriert noch immer an der Ohrenverletzung (Riss des Trommelfells), die er sich Anfang Dezember im Derby gegen Krefeld 72 zugezogen hat.

In der Frauen-Bundesliga beginnen für die Freien Schwimmer Duisburg (FSD) heute Abend die Wochen der Schlüsselspiele. Heidelberg (3.), Hamburg (4.) und Hannover (6.) heißen die Gegner der derzeit fünftplatzierten Wedauerinnen. Zum Saisonauftakt behielt das junge Team von Kai Obschernikat gegen den SV Nikar Heidelberg beim 7:5 nach Anlaufschwierigkeiten souverän die Oberhand. Im zweiten Aufeinandertreffen haben nun beide Mannschaften Nachholbedarf, schließlich ließen sie zum Jahresausklang unnötig Federn.

"Dass wir aus den Spielen in Chemnitz und Berlin nur einen Punkt geholt haben, war schon etwas enttäuschend. Aber das ist abgehakt", sagt FSD-Wasserballwart Gregor Hildebrandt, der in Heidelberg ein hart umkämpftes Duell erwartet: "Wir müssen in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und vor allem unsere Chancen kaltschnäuziger nutzen. Das war zuletzt unser Manko."

Viel werde zudem davon abhängen, ob es gelingt, Centerspielerin Luise Zimmermann aus dem Spiel zu nehmen. Abgesehen von Nadja Pozzi, die generell nur in den Heimspielen aufläuft, haben die FSD-Damen keinen definitiven Ausfall zu verkraften. Ob und in welchem Maße Vanessa Korneli nach ihrem Anfang Dezember erlittenen Mittelfingerbruch mitwirken kann, ist fraglich.

(kök)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort