Lokalsport: DSV 98 hat keine Lust auf Überstunden

Lokalsport : DSV 98 hat keine Lust auf Überstunden

Die Mannschaft kämpft heute gegen den SSV Plauen um den direkten Aufstieg in die A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga. Der ASC Duisburg ist beim OSC Potsdam gefordert und tritt dort in Bestbesetzung an.

Fünftes Spiel, Versetzung oder Nachsitzen: Zum fünften Mal stehen sich der Duisburger SV 98 und der SVV Plauen in der Finalserie der Deutschen Wasserball-Liga, Pro B, heute gegenüber. Ab 15 Uhr entscheidet sich im Vereinsbad des DSV 98, welches der beiden Teams künftig sicher in der A-Gruppe der DWL spielen wird. Nachbar ASC Duisburg will nach Platz drei im Supercup und im Pokalwettbewerb nun ab 19 Uhr beim OSC Potsdam auch in der Liga den Spitzenplatz hinter den beiden Topteams aus Berlin und Hannover behaupten.

Zwei dritte Plätze hat sich das junge ASCD-Team bereits gesichert, nun wollen die Duisburger den dritten Streich folgen lassen. Das dürfte schwer genug werden. "Die Spiele gegen Potsdam waren bislang alle unheimlich eng. Ich würde mir diesmal einfach wünschen, dass wir mal nicht erst hoch in Rückstand geraten", sagt Arno Troost. Im Pokal hatten sich die Amateure erst mit einem starken Schlussspurt die Medaille gesichert. "Aber das schafft man auch nicht jedes Mal", sagt der Coach. Da die Finalserie um die Meisterschaft zwischen Spandau und Hannover erst am Mittwoch beginnt, ist davon auszugehen, dass Potsdam die starken Leihspieler mit Zweitspielrecht aufbieten wird. Personell sieht es aber auch bei den Duisburgern gut aus. "Es ist der irrwitzige Umstand eingetreten, dass erstmals alle spielfähig sind", so Troost.

Zwar hat auch der Verlierer im Überkreuzduell mit der Pro A noch eine Chance auf den Aufstieg, doch ankommen lassen will es der DSV 98 darauf nicht. Ob die 98er die Versetzung heute gegen den SSV Plauen schaffen oder doch nachsitzen müssen, wird auch davon abhängen, ob sie es diesmal besser machen als in den beiden vergangenen Heimspielen der Serie. Die hatten sie überraschend verloren.

"Es waren wirklich unsere schlechtesten Spiele der gesamten Spielzeit. Wir haben die entsprechenden Schlüsse daraus gezogen und unsere taktische Spielweise umgestellt. Das hat funktioniert", sagt Trainer Frank Lerner. Den besten Beweis lieferten die Duisburger vor zwei Wochen, als sie in Plauen 8:7 gewannen. Personell sind die 98er bestens aufgestellt. Michi Werner, der im letzten Duell aus privaten Gründen passen musste, wird ebenso die Kappe schnüren wie Ex-Nationalspieler Christian Theis, der der Mannschaft mit seiner Routine in der Abwehr Sicherheit geben soll. Frank Lerner: "Wir sind komplett und wollen unseren Zuschauern unbedingt das zeigen, was wir zweimal in Plauen geboten haben. Sicherlich gehören auch die bessere Tagesform und ein Quäntchen Glück dazu, um den Sieg einzufahren, Wir werden alles geben."

Die U18 des ASCD tritt im ersten Halbfinalspiel der U 18-Bundesliga heute (16 Uhr) bei den Wasserfreunden Spandau an. Im zweiten Halbfinale empfängt Titelfavorit OSC Potsdam auf die ebenfalls ambitionierten White Sharks Hannover.

(RP)
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