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Fussball: DSV 1900 verlässt die Abstiegsplätze, Genc steht im Dunkeln

Fussball : DSV 1900 verlässt die Abstiegsplätze, Genc steht im Dunkeln

Fußball-Landesliga: Dem DSV geling ein wichtiger Heimsieg gegen den GSV Moers, während Genc Osmans Partie gegen Spitzenreiter Kray vorzeitig endet.

Der Duisburger SV 1900 hat die Abstiegsränge in der Fußball-Landesliga verlassen. Die Wanheimerorter verbuchten einen letztlich souveränen und verdienten 3:1 (1:0)-Sieg gegen zum Ende immer frustriertere Kicker des GSV Moers. Dass den Grafschaftern die Laune gründlich verhagelt war, hatte auch damit zu tun, dass die Schwarz-Roten die taktischen Anweisungen ihres Trainers Julien Schneider immer besser umsetzen.

Denn in der ersten Halbzeit sorgte die DSV-Formation dafür, dass die Gäste zu keinerlei Chancen kamen. „Wir wussten, dass uns die Moerser mit unseren eigenen Waffen schlagen wollten“, sagte Schneider. Heißt: Auch der GSV hatte eine defensive Ausrichtung gewählt. So dürften sich die Trainer an der taktischen Disziplin ihrer Teams erfreut haben, doch auf Seiten des DSV 1900 war die Freude dann doch etwas größer. Denn die Wanheimerorter hatten exakt eine Großchance. „Und die haben wir auch reingemacht“, sagte Schneider mit einem Lächeln. Die Hausherren hatten sich gerade vorne etwas festgesetzt, als es Pierre Kanzen von der linken Seite versuchte; sein Schuss wurde noch abgeblockt, doch Yannik Schürmann köpfte den Ball zur Führung ins Netz (33.).

In der zweiten Halbzeit verloren die 1900er zunächst etwas den Zugriff. Los ging es mit einer – letztlich harmlosen – Rangelei (50.). „Aber da sprach vieles für Moers. Die Aggressivität, die Lautstärke“, so Schneider. Nach knapp einer Stunde fiel daher auch der Ausgleich – nach einer Flanke von der rechten Seite ließ der Moerser André Hecker DSV-Keeper Dominik Langenberg mit einem Kopfball keine Chance (59.).

Die Duisburger Sorgen dauerten allerdings nur sechs Minuten an: Denn die Grafschafter verloren im eigenen Sechzehner komplett die Ordnung. Kevin Kirchner stand völlig frei, legte den Ball noch rüber zu Okan Yilmaz, der – etwas in Flipper-Manier – zum 2:1 erfolgreich war (65.). Danach war der DSV 1900 wieder die klar tonangebende Mannschaft. Fünf Minuten später schoss der agile Kirchner der Ball knapp über das Tor. In der 73. Minute war die Partie dann aber entschieden. Aus großer Entfernung brachte Pierre Kanzen den inzwischen vom Regen glitschigen Ball per Freistoß zentral auf das Tor – und tatsächlich konnte GSV-Keeper Luca Di Giovanni das Spielgerät nicht festhalten; Kirchner setzte nach, doch letztlich war es der eingewechselte Marcel Haeger, der den Ball zum 3:1 über die eigenen Linie drückte. „Das war genauso abgesprochen“, strahlte Schneider – selbst früher Torhüter. „Angesichts des Wetters sollte er den Ball einfach nur aufs Tor schießen, um dann zu sehen, was passiert.“ Als Langenberg kurz darauf zweimal bärenstark aus kurzer Distanz parierte, war das Spiel praktisch gelaufen.

Zappenduster an der Oberhauser Allee: Weil die Flutlichtanlage ausfiel, brach Schiedsrichter Stefan van Wickeren gestern die Fußball-Landesliga-Partie zwischen dem SV Genc Osman Duisburg und Spitzenreiter FC Kray in der 67. Minute ab. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 1:0.

Die Flutlichtanlage hatte schon in der ersten Halbzeit einige Aussetzer. In der Pause versuchte ein Techniker, den Schaden zu beheben – allerdings ohne Erfolg. Als die Anlage im zweiten Durchgang erneut ausfiel, brach der Schiedsrichter die Partie ab.

Genc-Trainer Heiko Heinlein kam der Abbruch überhaupt nicht gelegen: „Wir waren gut drin im Spiel und hatten unsere Chancen.“ Genc Osman hatte das Spiel erst für 15.15 Uhr angesetzt, um eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Dieser Schuss ging dann nach hinten los.