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Hockey: Drei weitere Abgänge im Club Raffelberg

Hockey : Drei weitere Abgänge im Club Raffelberg

Am Samstag herrschte im Sportpark Wedau eine prächtige Stimmung. Die Winterläufer vom ASV drehten bei herrlichem Wetter ihre Runden rund um die Seen, auf der Regattabahn gab es einige Testwettkämpfe von Kanuten, und auch in den anderen umliegenden Vereinen war sportlich Einiges los.

Auch beim Club Raffelberg lag der Ball nicht still. Die männliche B-Jugend richtete auf dem Kunstrasen am Kalkweg ein Vorbereitungsturnier aus. Auf dem "Zweit-Kunstrasen" des CR wurde derweil mächtig geschwitzt. Für die weibliche A-Jugend, die kürzlich bei der Deutschen Meisterschaft Vierte wurde, stand ein hartes Konditionstrainig an. Die vielen Talente, die auch den Großteil der Damenmannschaft ausmachen, bereiten sich auf die Saison in der Hockey-Regionalliga vor, die am 28. April mit dem Heimspiel gegen den Gladbacher HTC beginnt. Im Vergleich zu vielen früheren Einheiten fehlten aber zwei Gesichter. Lea Stöckel ist wie berichtet zum Deutschen Meister Rot-Weiß Köln gewechselt. Jetzt hat auch Abwehrchefin Svea Hinnüber den Club Raffelberg verlassen. Die Junioren-Nationalspielerin ist zum Düsseldorfer HC gegangen und kam dort bereits am Wochenende zu ersten Bundesligaminuten.

Hinnüber ist die Tochter des ehemaligen Raffelberger Bundesligaspielers Mike Hinnüber und spielte die komplette Jugend beim CR. In der Landeshauptstadt spielt sie nun gemeinsam mit Greta Gerke, einem weiteren Talent aus der Raffelberger Schmiede. Beim Lauftraining am Samstag am Kalkweg war Valerie Dahmen derweil noch dabei. Allerdings wird die einzige Torhüterin dem Kader ebenfalls bald nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dahmen hat ein Sport-Stipendiat in den USA bekommen und zieht im Sommer in die Staaten. Vierter großer sportlicher Verlust ist Paula Velmans, die ebenfalls zu Rot-Weiß Köln gewechselt ist. Die U18-Junioren-Nationalspielerin wäre in dieser Feldsaison erstmals im Erwachsenenbereich spielberechtigt, hat sich aber wegen der nicht vorhandenen Chance, Bundesliga zu spielen, gegen den CR entschieden.

Trainer Mark Spieker weiß um die sportlichen Verluste, verfällt aber nicht in Depressionen: "Natürlich werden uns die Mädels fehlen, aber so ist das nun mal. Das kennen wir leider schon. Wir werden an unserer Zielsetzung aber trotzdem festhalten. Wir wollen auch auf dem Feld zurück in die zweite Liga. Das muss nicht unbedingt schon in dieser Spielzeit sein." Trotz der drei und bald vier Abgänge hat sich die Kaderstärke kaum verändert.

Der Jahrgang 1995 ist von unten aufgerückt und komplettiert den Regionalliga-Kader. Die talentiertesten internen Neuzugänge sind Hanna Holland, Annika Sprink und Luisa Voßbeck: "Da brauchen wir uns keine große Gedanken machen. Von unten kommt sehr viel Qualität nach. Im nächsten Jahr, wenn der 96er Jahrgang hochkommt, verstärken uns gleich drei Nationalspielerinnen", erklärt Spieker.

Bevor die Feldsaison Ende April beginnt, stehen beim CR noch etliche Trainigseinheiten auf dem Programm. Am Wochenende geht es erstmals richtig an die Schläger. Die Damen und Herren richten ein Vorbereitungsturnier aus. Die Damen spielen gegen den Hanauer THC, Bremer HC und den HC Velbert.

(knü)