DJK Lösort Meiderich ist in Aufstiegs-Relegation gefordert

Fußball : DJK Lösort Meiderich von der Abschlussfahrt in die Relegation

Das Team, das seit knapp 30 Jahren in der Kreisliga B spielt, kann den Aufstieg unverhofft noch schaffen. Es spielt am Mittwoch bei Fatihspor Mülheim.

Mallorca ist ein Reiseziel für die Zeit nach einer Relegationsrunde. Die Mannschaft der DJK Lösort Meiderich war vorher auf der Deutschen liebster Ferieninsel. „Wir sind ja sehr kurzfristig zu dieser Chance gekommen“, sagt Trainer Tim Schubert. Erst durch einen Einspruch und darauf folgende Spielwertungen gegen die TuS Mündelheim II, die den ehemaligen MSV-Profi Nico Klotz eingesetzt hatte, obwohl er sich in der ersten Mannschaft des Vereins festgespielt hatte. Für Lös­ort ist es eine außergewöhnliche Gelegenheit.

„Für manche ist es die letzte, für andere die erste Chance, um den Aufstieg zu spielen“, sagt Schubert. Nun greift die DJK in die Dreier-Relegationsrunde ein. Am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr spielen die Meidericher bei Fatihspor Mülheim, das das Auftaktspiel bei Rhenania Hamborn mit 3:6 verloren hat. Spiel drei findet am Sonntag, 15 Uhr, bei Lösort gegen Rhenania statt.

Ein Großteil des Teams hat sich am Sonntag die Partie der Rhenanen gegen Fatihspor angeschaut. „Offensiv sind die Mülheimer sehr stark“, so der Coach. „Das werden zwei schwere Spiele.“ Dass Rhenania die Favoritenrolle für sich beansprucht, ist für Schubert völlig okay. „Das sehe ich auch so. Aber ver­stecken müssen wir uns vor niemandem.“ Noch ist unklar, ob die DJK in voller Stärke antreten kann. „Wir haben viele Wechselschichtler. Ich gehe davon aus, dass zwei bis drei Spieler ausfallen werden.“

Dass Lösort zu dieser Gelegenheit kommt, ist die Folge eines Zufalls. „Ein Trainerkollege aus Oberhausen hatte mich um Rat gefragt und wollte wissen, wie regelfest ich bin, weil seine Mannschaft in einer ähnliche Situation war“, sagt Schubert. „Daraufhin habe ich einfach mal geschaut, wie es bei uns aussieht.“ Dabei fiel der Klotz-Einsatz in Mündelheim auf. „Ich habe dann mit unserem Vorstand und unserem Sportlichen Leiter Stephan Schröter gesprochen, der bei einer Schulung war. Der Verband hatte uns für genau diese Fragen sensibilisiert.“

Schubert freut sich wie seine Spieler auf die Gelegenheit. „Wir sind ein kleiner Verein mit wenigen Möglichkeiten“, sagt der Coach, der nun seit „sieben, acht Jahren mit einem halben Jahr Unterbrechung“ bei Lösort ist. Damals wurde er angesprochen, ob er sich diesen Job vorstellen könnte. Bereut hat er den Schritt nie. Und Lösort auch nicht. „Für uns“, so Schubert, „ist das eine tolle Gelegenheit. Seit knapp 30 Jahren spielen wir in der Kreisliga B, hatten nie größere Ambitionen, waren aber zuletzt immer knapp dran.“ Dank der Arbeit von Schubert sind die Lösorter nun näher dran als jemals zuvor. Am Mittwoch wird sich zeigen, wie nahe es noch werden kann.

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