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Wasserball: Diesmal soll der Heimvorteil helfen

Wasserball : Diesmal soll der Heimvorteil helfen

Durch die Sperrung des Schwimmstadions ist die Uerdinger Traglufthalle mittlerweile auch zum Zuhause der Duisburger Wasserballer geworden. Ab Samstag kämpft der ASCD um den Pokalsieg. Erster Gegner ist Bayer Uerdingen.

Arno Troost ist wahrlich kein Lautsprecher. Seinen Anspruch formuliert der Wasserball-Trainer des ASC Duisburg kurz vor der wichtigsten Woche der Saison aber unmissverständlich: "Wir wollen einen Titel gewinnen."

Samstag und Sonntag kämpfen die Amateure in Uerdingen um den DSV-Pokal, am Mittwochabend beginnt im Vereinsbad die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft. Bevor sich Troost dem Serienmeister Spandau 04 Berlin widmen kann, müssen seine Schützlinge erst einmal das Pokal-Halbfinale überstehen. Um 17.30 Uhr fordert der gastgebende SV Bayer Uerdingen den ASCD heraus. "Bayer wird erbitterten Widerstand leisten. Wir wissen genau, was auf uns zukommt und werden diese schwierige Aufgabe mit voller Konzentration angehen", zeigt sich Troost fokussiert: "Alles Weitere wird uns erst nach diesem Spiel beschäftigen."

Im Erfolgsfall werden morgen (18.15 Uhr) im Finale die Spandauer warten, die im zweiten Halbfinale gegen Krefeld 72 turmhoch favorisiert sind und sich im Vorfeld gewohnt selbstsicher präsentieren. Man sei bei der Endrunde der "eindeutige Favorit" und "Pfingsten im Pott macht nur Sinn mit dem ,Pott'". Tatsächlich sind die Berliner national in dieser Saison noch unbesiegt.

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Unschlagbar sind sie jedoch keineswegs, wie sich im Hinspiel der Punkterunde (7:7) gegen den ASCD andeutete. Auch im ersten Play-off-Viertelfinale gegen Esslingen (16:13 n.V.) wankten die Wasserfreunde, fielen aber nicht. Der ASCD stieg nur nach dem Rückspiel in Berlin (6:11) als Verlierer aus dem Becken, siegte im ersten Play-off-Halbfinale in Hannover erst nach Fünfmeterwerfen, hielt sich ansonsten aber ebenso wie Spandau souverän schadlos. Vor dem Hintergrund des großen Verletzungspechs war das keine Selbstverständlichkeit. "Wir fahren zuversichtlich zur Pokal-Endrunde", sagt Arno Troost: "Im letzten Jahr konnten wir unseren Heimvorteil nicht nutzen. Vielleicht gelingt uns das ja diesmal. Durch die Sperrung des Schwimmstadions ist die Uerdinger Traglufthalle ja mittlerweile irgendwie unser Zuhause."

Bei den Damen konnten sich die Freien Schwimmer Duisburg diesmal nicht für die Endrunde qualifizieren. Titelfavorit ist der SV Bayer Uerdingen, der sich am vergangenen Wochenende ungefährdet den Meistertitel sichern konnte. Sollte sich Bayer durchsetzen, hätten in Trainerin Sybille Kaisers, Claudia Kern, Kerstin Koch, Lara Mischel und Denia Steil aber auch fünf Duisburgerinnen Grund zum Jubeln.

(kök)