Die zweite Etappe der Winterlaufserie des ASV Duisburg

Leichtathletik : Oberbürgermeister Sören Link will seine Zusage einhalten

Winterlaufserie: Das Stadtoberhaupt will bei der zweiten Etappe der Traditionsveranstaltung des ASV am Samstag zum Teilnehmerfeld gehören. Habtom Tedros hat in der Kleinen Serie glänzende Chancen auf die Titelverteidigung.

Kommt er? Kommt er nicht? Die wohl spannendste Frage, die sich die Organisatoren des ASV Duisburg vor dem zweiten Teil ihrer Winterlaufserie gestellt haben, war, ob Sören Link am Samstag um 14 Uhr tatsächlich an der Startlinie des 7500-Meter-Laufs vor der MSV-Arena stehen kann. Und Duisburgs Oberbürgermeister will seine Zusage halten. Mit Sören Links Teilnahme beim Intermezzo der Kleinen Serie schließt sich für die Macher der Lauf-Trilogie ein Kreis. Vermisste die ASV-Crew vor einigen Jahren noch die Anerkennung seitens der Stadt, so war die Unterstützung beim Kampf gegen den Deutschen Fußball-Bund und dessen der Serie in die Quere kommenden Ansetzungen der Drittliga-Partien des KFC Uerdingen in der Schauinsland-Arena zuletzt groß. Der Start des Oberbürgermeisters steht symbolisch für das gemeinsam Erreichte.

„Die Unterstützung war wirklich riesig. Sie hat uns gezeigt, dass unsere Serie als Großveranstaltung anerkannt wird und einen hohen Stellenwert hat“, sagt Organisations-Leiter Frank Zahn, der sich über den Start des wohl prominentesten unter den bis zu 5500 erwarteten Teilnehmern freut.

Ganz vorn an der Startlinie wird Habtom Tedros stehen. Der Führende von der TG Neuss ist mit 1:11 Minuten Vorsprung vor Verfolger Roman Schulte-Zurhausen auf Kurs Titelverteidigung. Die will sich der Mann aus Eritrea nicht nehmen lassen. „Warum Roman zum Auftakt diesmal nicht mithalten konnte, weiß ich nicht. Ich laufe jetzt einfach mein Tempo weiter“, so Tedros. Und das sollte reichen, sagt Erwin Schmitz vom ASV-Team: „Habtom hat im vergangenen Jahr noch mal einen richtigen Sprung gemacht. Der wird nicht mehr einzuholen sein. Dafür ist es bei den Damen richtig spannend.“

Lief sie beim Auftaktlauf noch im getrennten Feld, kann sich Katharina Wehr vom TV Wanheimerort über 7500 Meter nun direkt mit der Führenden Sonja Vernikov (Mechernich) und der Zweiten Carolin Aehling (LG Coesfeld) messen. „Ich habe die drei Läufe fest im Blick“, sagt Wehr, die ihren vierten Serientitel in Folge bei 16 Sekunden Rückstand auf Vernikov noch nicht abgeschrieben hat.

Ob in der Großen Serie beim zweiten Lauf über 15.000 Meter noch einige Athleten an den Start gehen werden, die Aussichten auf den Tagessieg hätten, beim Auftakt aber fehlten, bleibt abzuwarten. Für Till Schaefer steht der Start außer Frage. Der Triathlet vom PV Witten hofft nach seinem Auftakt-Sieg bei seiner ersten Teilnahme in Duisburg nun auch gleich auf den Serientitel und will die elf Sekunden Vorsprung vor Sascha Hubbert (LG Alpen) noch ausbauen. „Als Triathlet liegen mir die langen Distanzen besser“, sagt der 34-Jährige.

Bei den Damen hofft Melanie Linder (SG Wenden) auf den Gesamterfolg. Schon häufig war die ehemalige Deutsche Meisterin in Duisburg am Start, doch zum ersten Mal kann sie nun für alle drei Etappen planen. Ihr Vorsprung auf die Dritte, Andree Paquet (Ausdauerschule by Bunert), beträgt schon 59 Sekunden. Und dabei soll es nicht bleiben: „In der Vorbereitung auf den Düsseldorf-Marathon hoffe ich auf den kommenden längeren Distanzen auf eine Steigerung.“

Melanie Linders Rückstand auf die führende Laura Hottenrott beträgt zwar satte 3:36 Minuten. Doch für die Auftaktsiegerin steht die Antwort auf die Startfrage schon fest: Die prominenteste Teilnehmerin der ersten Etappe kommt nicht.

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