Die zwei Gesichter des Duisburger SV.

Wasserball : Ein Unentschieden nach einer tollen Steigerung

Wasserball Beim 10:10 gegen Neukölln steigern sich die Duisburger nach schwachem Start in der zweiten Halbzeit

(ott) Es war ein Unentschieden, das sichdann doch irgendwie wie ein Sieg anfühlte. Beim 10:10 (0:3, 2:4, 5:1, 3:1) gegen die SG Neukölln in der Relegation zur Pro A der Deutschen Wasserball-Liga hatte der Duisburger SV 98 zunächst einmal eine wahrlich gruselige erste Halbzeit abgeliefert. „Mit 2:7 in die Pause zu gehen – da musst du erst einmal richtig schlucken“, konnte sich der Duisburger Trainer Christian Vollmert den Totalausfall kaum erklären. Er wusste aber auch, welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen waren, um die Begegnung doch noch einmal spannender zu gestalten. Nach einigen taktischen und personellen Umstellungen lief es plötzlich wie geschmiert. „Wir haben einfacher gespielt, konsequenter“, sagt Vollmert, der in Halbzeitpause dann an den richtigen Rädchen gedreht haben muss.

Aus einem zwischenzeitlichen 2:8 machten die Duisburger, die dann sieben Treffer in Folge erzielten, bei ihrem letzten Heimspiel der Saison in kürzester Zeit ein 9:8. Istvan Keresztes, in der ersten Hälfte oft noch abgemeldet, wurde immer stärker und steuerte letztlich insgesamt fünf Treffer bei. In den Schlussminuten kamen die Neuköllner noch zu zwei Toren, weil „wir da vorne zu viel wollten“, so Vollmert. Mit der letzten Aktion landete der Ball aber noch einmal bei Center Ulf Ranta, der eiskalt vollstreckte.

„Die Mannschaft hat sich in dieser Saison völlig unter Wert verkauft, da steckt so viel mehr drin. Auch diesmal haben wir zwei Gesichter gezeigt“, sagt Vollmert, der sich sicher ist: „Wir hätten das Spiel auch gewinnen können.“

Verabschiedet wurde Torhüter Tomislav Bujas, der den Verein verlassen wird.

Duisburger SV 98 –

SG Neukölln 10:10

Viertel: 0:3, 2:4, 5:1, 3:2

Tore: Keresztes (5), Kalberg (2), Roncevic, van Anholt, Ranta.

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