Lokalsport: Die Rechenspiele haben begonnen

Lokalsport : Die Rechenspiele haben begonnen

Fußball: Zwei Spieltage vor dem Saisonende stehen noch wichtige Entscheidungen, welche Mannschaften auf- oder absteigen, aus. Einige Duisburger Teams haben immer noch keine Planungssicherheit. Ein Überblick.

Alle Jahre wieder stellt die Auf- und Abstiegsregelung in den oberen Spielklassen des Fußballverbandes Niederrhein die beteiligten Teams vor diverse Rätsel. Welcher Platz reicht zum Sprung nach oben? Wer muss oder darf in die Relegation? Wer rettet sich direkt? Zwei Runden vor dem Saisonende in Ober-, Landes- und Bezirksliga hier nun ein kurzer Überblick.

In der Oberliga ist die Sache recht einfach: Der Meister - sofern er die entsprechende Lizenz beantragt hat und erhält - steigt auf. Dies kann nach menschlichem Ermessen nur noch die Spvg. Schonnebeck oder der SV Straelen sein. Der VfB Homberg hat lediglich noch eine theoretische Chance. Die vier Letztplatzierten steigen ab.

Aus der Regionalliga käme nach jetzigem Stand die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf - und ab da wird es nun komplizierter. Steigt Regionalliga-Meister KFC Uerdingen nach den Relegationsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim in die Dritte Liga auf, würde ein Platz mehr in der Regionalliga frei, den Düsseldorf erhielte. Die Fortuna müsste folglich nicht in die Oberliga, in die damit fünf statt vier Landesligisten aufsteigen dürften.

Der Erste und der Zweite jeder Gruppe sind also sicher dabei - darunter auch der FSV Duisburg, der mit zwei Punkten Vorsprung auf den SV Scherpenberg und die Sportfreunde Niederwenigern in die beiden letzten Runden geht. Würde der FSV noch auf Rang drei stürzen, bliebe nur dann ein Relegationsspiel gegen den Vertreter der Gruppe 1 als letzte Aufstiegsoption, falls Uerdingen bis dahin den Drittliga-Aufstieg perfekt gemacht hat.

Nur in diesem Fall reicht am anderen Ende der Landesliga-Tabelle der viertletzte Platz - den belegt in der Gruppe 2 aktuell Hamborn 07 - zur Teilnahme an der Relegation. Würde Uerdingen nicht auf- und Düsseldorf damit absteigen, wäre Rang 15 ein direkter Abstiegsplatz. Um den Sturz in die Bezirksliga an Spieltag 34 abzuwenden, müssten die Löwen auf jeden Fall noch eines der vor ihnen platzierten Teams überholen. Sollten sie letztlich als 14. oder als 15. den Relegationsplatz einnehmen, träfen sie in Hin- und Rückspielen am 7. und 10. Juni (zuerst daheim) auf den Vertreter der Bezirksliga-Gruppe 5, vermutlich den GSV Moers. Der Sieger dieses Duells ist Landesligist.

Nicht in diese Runde rutschen möchte naturgemäß der SV Genc Osman als derzeit Erster der Bezirksliga-Gruppe 3. Sollte dies jedoch noch passieren, wäre der Landesliga-Vertreter aus der Gruppe 1 der Relegationsgegner.

Eine Relegation spielen auch die Teams auf Platz 15 aus den sechs Bezirksliga-Gruppen. Die Sieger der drei Duelle wenden den Abstieg ab. In der hiesigen Gruppe nimmt aktuell Meiderich 06/95 diesen Rang ein. Die Reservemannschaft von Hamborn 07, die momentan auf einem direkten Abstiegsplatz steht, würde zumindest noch gern dorthin springen.

Hier ergab die Auslosung für den 6. Juni eine Auswärtspartie und für den 9. Juni eine Heimaufgabe gegen den Qualifikanten aus der Gruppe 2. Dort nimmt aktuell Phönix Essen den 15. Tabellenplatz ein, könnte den Klassenerhalt aber noch direkt schaffen.

(RP)
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