Eishockey Die Füchse machen Spaß

Eishockey · Gegen den Ligafavoriten Kassel Huskies gewann der EVD in einem Nervenspiel mit 8:5/ In Bad Nauheim hatte das Team gut gespielt, das gegnerische Tor aber nicht getroffen und 0:3 verloren.

Am Auftaktwochenende der Meisterrunde schlug der Duisburger Eishockey-Oberligist vor 837 Zuschauern in der Scania-Arena den hohen Ligafavoriten Kassel Huskies mit 8:5 (4:1, 2:4, 2:0). Nach der 0:3-Niederlage zur Premiere am Freitag in Bad Nauheim zeigte sich das Team von Franz Fritzmeier gestern an einem Tag des offenen Tores in Spiellaune und mit enormer Moral.

Die Partie gegen die Kassel Huskies entwickelte sich unvermutet zu einem Stück aus dem Komödienstadl. 6:1 führten die Füchse bereits. Das Feiern auf den Rängen hatte nach kaum mehr als 27 Minuten begonnen. Das Team von Trainer Franz Fritzmeier war mit dem hohen Favoriten der Liga mal so richtig Schlitten gefahren. Clarke Bereitkreuz hatte in der dritten Minute mit einem feinen Solo vorgelegt.

Dann trafen Daniel Huhn (8.), Manuel Strodel (14.) und erneut Breitkreuz (17.). Dass Kassels Marc Roedger zwischendurch auch einmal den Puck über die Linie schubste, störte kaum. Nach dem Wechsel ging es ja munter weiter: Erneut Breitkreuz, der ohne seinen gesperrten Kollegen Matt MacKay deutlich mehr Spielfreude zeigte, und Thomas Ziolkowski machten das halbe Dutzend voll.

Doch zu früh gefreut. Der Überschwang hatte die Hausherren gepackt und in den Strudel gerissen. Statt die Nummer in Ruhe durchzurechnen, rannten die Füchse weiter nach vorn und in eine äußerst unbequeme Lage.

Kassel meldete sich unvermutet zurück. Koziol (30.), Engel (32.), Robitaille (33.) und Valenti in Überzahl brachten die Huskies auf Schlagdistanz. Torhüter Björn Linda, der beim 0:3 in Bad Nauheim überragend gehalten hatte, sah bei gleich drei Gegentoren nicht wirklich glücklich aus. Trainer Fritzmeier hatte eine Auszeit genommen. Nichts half, die Sicherheit wollte nicht zurückkehren.

Eine klare Sache verwandelte sich so in ein echtes Nervenspiel. Die Fans machten ihren Cracks Beine, feuerten sie durch das komplette Schlussdrittel hindurch an. Auch wenn der Gast zu seinen Chancen kam und Björn Linda sich jetzt glücklich von seiner Schwächeperiode erholte. Dann endlich Überzahl für die Füchse und das so wichtige 7:5. Norman Hauner (51.), die DEL-Leihgabe aus Köln, drückte mit seinem Treffer das Pulstempo der Partie.

Jetzt tobte die Halle und trug die endlich wieder konzentrierten Füchse zum achten Treffer durch Manuel Strodel (57.). Der Sieg gestern rettete das Auftaktwochenende, denn in Nauheim hatte der EVD zwar gut gespielt, Chancen herausgeholt, aber das Tor nicht getroffen. Nauheim genügte Effizienz bei Überzahl zu den Treffern von Dylan Stanley (17.) und Kevin Lavallee (32.) Stanley (53.) erzielte in der Unterzahl der "Teufel" das 0:3.

(kew)
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