Rudern: Der Tag an der Regattabahn

Rudern : Der Tag an der Regattabahn

Ab Mittwochabend fielen die Athleten aus aller Welt wie die Heuschrecken in den Sportpark ein. Der Organisationsleiter hatte es geahnt: "Alle haben wohl gedacht, es würde ausreichen, wenn sie auf die letzte Minute kommen", meinte Otto Schulte, der von "etwas aufkommender Hektik" sprach. "Aber auch das wirft uns natürlich nicht um", meinte Michael Weller gestern, als bereits alles im Griff war.

Der Chef der International Wedau Regatta gab sich genau wie Schulte gelassen. Zwei Stunden vor dem ersten Start gab´s die letzte Sicherheitsbegehung mit Polizei und Feuerwehr. Genau um 13 Uhr fiel dann der Startschuss zu den Masters mit über 3000 Athleten aus 46 Nationen. 600 Rennen gilt es abzuspulen.

Zu den sportlichen Duellen: Weil bei manchem Teilnehmer der Ehrgeiz größer ist als das eigene Leistungsvermögen, gibt es auch schon mal Schwächeanfälle. "Es kommt oft genug vor, dass die Kräfte überschätzt werden, sei es bei energischen Zwischenspurts oder schon nach dem Start, und dann geht man in Richtung Ziel einfach unter", sagt der Duisburger Ulrich Groffy (siehe Bericht). Aber die Mitglieder der DLRG sind wachsame Beobachter der Szenerie. Nicht ganz so erfreut sich zeigte sich Regattabahnchef Dieter Schmidt. Ständig gebe es kleinere Änderungen, so etwa im Zeitplan. Aber sonst: "Alles okay, wenn nur die Rückwärtsfahrer nicht wären", scherzte er. So heißen die Ruderer im "Fachjargon". Denn: Ein ziemlich unverwüstlich fahrender Vierer nicht genannter Nationalität säbelte den Steuerungs-Pilon an der automatischen Startanlage einfach um.

Gestern herrschte schon reger Betrieb auf der Klönnewiese. Bis zum Wochenende dürfte es beim "Altweibersommer" randvoll werden. Der Veraltungsbereich auf der Dreieckswiese öffnete am Abend gegen 19 Uhr. Dann gibt's bis Sonntag Unterhaltung pur.

(bem)
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