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Eishockey: Der Sieger klagt, der Verlierer lobt

Eishockey : Der Sieger klagt, der Verlierer lobt

Die Nachbetrachtung der 2:5-Niederlage, die sich der Duisburger Eishockey-Fuchs gegen die Freezers aus Hamburg einfuhr, hatte schon kurioses: Der Sieger klagte, der Verlierer lobte. Maurizio Mansi, der Coach der Gäste, meinte selbstkritisch: "Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir die drei Punkte verdient haben." Willy Mühlenhaus, der Coach des Füchse, war davon überzeugt, dass die Hamburger sich zu unrecht bedient hatten. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind für den großen Einsatz nicht belohnt worden."

Was nun schon auffällt: Mit Mühlenhaus ist die Freude am Eishockey zurück gekehrt. Die Spieler machen sich gegenseitig Mut. Sie spielen so, als wüssten sie, wie es geht. Das ist ja schon was. Aber eben nicht genug. Denn Siege allein zählen. "Die werden wir noch einfahren, wenn wir so weiterarbeiten", sagt der Coach. Mal sehen, wie lange die Herren Spieler den Kopf oben behalten, wenn die Kunst weiter brotlos bleibt. Zwölf Niederlagen in Folge stehen immerhin zu Buche.

Die Erklärung für die aktuellen Pannen ist die gleiche, wie zu Zeiten des Didi Hegen. Spielt der Goalie der Füchse nicht herausragend, kann es nichts werden. Edgars Masalskis, der kleine Mann zwischen den Pfosten, fehlt nach drei Monaten Verletzungspause die Spielpraxis. Dass der 28-Jährige was kann, lässt sich sehen. Dass es für die Liga derzeit nicht reicht ebenfalls. Allzu leicht hat der der Gegner, sein Ziel zu erreichen. Am Freitag genügten den Freezers fünf gute Minuten in der Anfangsphase, um zu einer entscheidenden 2:0-Führung zu kommen.

Der Kontrast dazu: Die Füchse brauchen eine Vielzahl an Möglichkeiten, um selbst erfolgreich zu sein. Vielleicht sind die Stürmer auch gar nicht so furchtbar, wenn es darum geht vor dem Kasten des Gegners den Puck zu versenken. Die Torflaute nervt auch deshalb, weil es der Konkurrent stets so viel leichter hat, zum Erfolg zu kommen. Willy Mühlenhaus unbeeindruckt: "Wir machen Fortschritte und damit steht für mich fest, dass wir schon bald auch besser treffen."

Viel Zeit hat er nicht mehr. Es stehen noch elf Spiele an. Noch sieben Niederlagen hintereinander und die Füchse haben sich einen Negativrekord für die Ewigkeit gesichert. Morgen muss man zum Meister nach Berlin, da ist nur was zu holen, wenn die Eisbären ihre Schlittschuhe vergessen haben. Immerhin: Edgars Masalskis bekommt die Spielpraxis, die er braucht.

(RP)