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Wasserball: Der Meister lässt die Muskeln spielen

Wasserball : Der Meister lässt die Muskeln spielen

Die Wasserballer des ASC Duisburg setzten sich zum Auftakt im Derby bei Bayer Uerdingen souverän mit 13:7 durch.

Vor gar nicht allzu langer Zeit ging es in der Traglufthalle am Krefelder Waldsee immer hoch her, wenn der Bayer Uerdingen den Amateur SC Duisburg (ASCD) zum Niederrhein-Derby empfing. Die Gäste hielten sich meistens schadlos, allerdings wurde das Nervenkostüm von Arno Troost manches Mal arg strapaziert.

In den letzten drei, vier Jahren ist die Kluft zwischen Blau-Rot und Schwarz-Gelb ein ganzes Stück größer geworden. Die von Rainer Hoppe trainierten Uerdinger büßten den Status als dritte Kraft ein, der ASCD stieg vom "ewigen Vize" zum Double-Gewinner auf. Da kann Bayer zurzeit allen Anstrengungen zum Trotz nicht mithalten, wie sich am Samstagnachmittag erneut zeigte. Mit 13:7 (4:2 4:2, 0:2, 5:1) behielten die Amateure zum Bundesliga-Auftakt die Oberhand und hinterließen dabei einen prächtigen Eindruck.

Es dauerte keine drei Minuten, da hatte der ASCD dem Lokalrivalen schon den Wind aus den Segeln genommen. Der später zum Spieler des Tages gewählte Julian Real schnürte einen Doppelpack, Dennis Eidner baute die Führung auf 3:0 aus. Bis zur Pause kontrollierte der Meister die Partie vollends und baute den Vorsprung auf 8:4 aus.

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Einen kurzen Knick gab es im dritten Viertel. Eidner, aufgrund des Fehlens von Sven Roeßing (im Aufbautraining) und Ben Boffen (bei der U17-Endrunde im Einsatz), musste nach seiner dritten Hinausstellung aus dem Becken (20.). Dieser Verlust und einige ausgelassene Großchancen sorgten dafür, dass Uerdingen auf 6:8 (24..) herankam. Morgenluft durfte der Vorjahresfünfte jedoch nicht wittern. Denn im Schlussabschnitt schaltete der ASCD wieder zwei Gänge höher und schraubte das Ergebnis in eine Höhe, die dem derzeitigen Kräfteverhältnis entspricht.

Trainer Arno Troost zeigte sich nach Spielschluss zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: "Nach der starken Anfangsphase haben wir uns hier und da ein paar Nachlässigkeiten erlaubt, die wir aber umgehend wieder korrigieren konnten." Beachtlich fand Troost die Art und Weise, wie seine Mannschaft den Feldverweis ihres diesmal einzigen Centerspielers auffing: "Diese Lücke haben die Jungs sehr gut geschlossen." Ein Sonderlob verdiente sich Nationalspieler Paul Schüler, der auf ungewohnter Position überzeugend agierte und im letzten Viertel drei seiner vier Treffer erzielte.

Zu gefallen wussten auch die Youngsters im Team. Nils Illinger (18) steuerte einen Treffer und rechtfertige das Vertrauen ebenso wie Pol Gomà Esforzado. Der junge Spanier blieb bei seinem Bundesliga-Debüt zwar ohne Torerfolg, überzeugte jedoch mit Spielverständnis und Übersicht, vor allem im Überzahlspiel. "Unsere hervorragende Nachwuchsarbeit zahlt sich aus. Wir haben noch so einige Jungs im Kader, die mit scharrenden Hufen auf ihre Chance warten". sagte Trainer Troost.

Das erste Heimspiel bestreitet der ASCD am Samstag, 2. November, um 16 Uhr im Schwimmstadion. Zu Gast ist dann der Liga-interne Aufsteiger White Sharks Hannover, der zum Auftakt in Cannstatt und Esslingen unterlag.

(kök)