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Sportpolitik: Der größte Batzen für den OSC

Sportpolitik : Der größte Batzen für den OSC

Die Verwaltung hat die Investitionskostenzuschüsse für die Vereine vorgelegt – und die Politik hat sie beschlossen. 437.500 Euro gibt es insgesamt.

Alle Jahre wieder müssen sich die Lokalpolitiker im Eigenbetrieb DuisbiurgSport ans Sparen machen. Vorlagen mit Vorschlägen füllen das Pult vor ihren Plätzen und dann geht es los. Aber nicht gestern. Da schoben die Fraktionen in größtem Einvernehmen neun Tagesordnungspunkte auf die nächste Liste.

Jeder trug den Titel Haushaltssicherungskonzept 2010 und in jedem Unterpunkt war nachzulesen, dass an den freiwilligen Leistungen für dieses oder jenes nichts verändert werden solle. Ob es bei diesen schlanken Aussagen bleibt, zeigt sich dann beim nächsten Mal.

Viel blieb da nicht mehr auf der Tagesordnung. Was darauf blieb, war eine gute Nachricht. Die Verwaltung hat die Investitionskostenzuschüsse für die Vereine vorgelegt, und die Politik hat sie beschlossen. 437.500 Euro gibt es. Davon erhält der Spielverein Walsum zum Beispiel 600 Euro, um eine Abschleppmatte und eine Motorsense zu kaufen.

Insgesamt 49 Posten stehen auf der Liste. Den größten Batzen erhält der OSC Rheinhausen, und zwar 131.000 Euro für die Wiederherstellung von Umkleide-, Jugend- und Lagerräumen. Insgesamt kostet das Projekt 1,4 Millionen Euro, beantragt an Zuschüssen sind 840.000 Euro.

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Das Geld für 2012 ist also eine erste Rate, die höher ausfällt, als ursprünglich gedacht. Zum Hintergrund: Der Ausschuss hatte beschlossen, nicht mehr als 100.000 Euro pro Jahr pro Maßnahme auszuschütten.

Aber, in diesem Jahr konnte man alle bewilligungsfähigen Anträge bescheiden und behielt noch Geld über. Das bekommt nun der OSC, dafür gibt es dann in den Folgejahren weniger. Der MSV erhält für die Umwandlung von zwei Aschenplätzen in Kunstrasenfelder kein Geld. Eigenbetriebsleister Jürgen Dietz erklärte knapp: Die beantragten Zuschüssen seien nicht genehmigungsfähig.

Ebenfalls in Richtung Zukunft gedacht wurde bei einem Thema, das der Ausschuss gestern zumindest anriss. Die Stadt wird aufgrund der demographischen Entwicklung Schulen schließen. Damit gehen aber auch die Turnhallen verloren, die nach der letzten Stunde Vereine als Trainingsstätte dienen.

Nun trifft man sich mit dem Sportausschuss, um das Thema zu diskutieren. Dass es mit Reden allein nicht getan sein wird, deutete Sportdezernent Reinhold Spaniel an. Er sprach von "Mangelwirtschaft", von einem notwenigen Schulterschluss in der Verwaltung und in der Politik. Und schließlich forderte er die "Solidarität der Vereine" ein.

(RP)