Lokalsport: Der EV Duisburg will seinen Negativlauf stoppen

Lokalsport : Der EV Duisburg will seinen Negativlauf stoppen

Oberligist hat sechs Spiele in Folge verloren. Heute tritt das Team beim Spitzenreiter Tilburg an. Am Sonntag kommt Essen.

Die Stimmung? "Die ist super", sagt Frank Petrozza, Trainer des EV Duisburg - und sein Assistent Reemt Pyka nickt zustimmend. Das ist mit Blick auf die nackten Zahlen erstaunlich. Denn die letzten sechs Spiele gingen verloren - dreimal wurde zumindest gepunktet. Eine solche Negativserie hatte der EV Duisburg zuletzt als Dauerschlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga. Warum die Stimmung beim Oberligisten dennoch gut ist? "Weil wir in vielen Spielen knapp vor dem Erfolg standen. Weil wir gut gespielt haben. Und weil wir oft nur mit einem Tor Unterschied verloren haben", sagt Petrozza. Gerade die Niederlagen in Hannover waren bitter. Bei den Indians führte der EVD bis 29 Sekunden vor dem Ende. Bei den Scorpions gaben die Füchse ein 5:2 und 6:5 aus der Hand.

Dennoch gilt es, eine Fortsetzung des Negativlaufs zu verhindern. Das wird schwer, denn heute, 20 Uhr, müssen die Füchse beim Tabellenführer Tilburg Trappers ran. Am Sonntag, 18.30 Uhr, steht das Heimspiel gegen die Moskitos Essen an. Und die Stimmung zwischen beiden Clubs ist nicht erst seit dem Ausraster von Raphael Joly beim Auswärtsspiel am 14. Januar auf dem Gefrierpunkt angekommen.

"Das Ganze fing so richtig mit der Overtime-Niederlage bei den Hannover Indians an, als wir 29 Sekunden vor Schluss ein abgefälschtes Tor zum Ausgleich kassiert haben", sagt Petrozza. Den Trend in Tilburg umzudrehen, wäre ein Husarenstück. "Wir müssen ein gutes erstes Drittel spielen und von Beginn an hellwach sein", fordert der Coach. Der Trainer wiederholt dabei gebetsmühlenartig, dass die Zahl der Strafen in dieser Saison zu hoch ist. So kassierte der EVD in Mellendorf sowohl nach der 6:5-Führung als auch in der Overtime eine Strafzeit.

Raphael Joly wird nach verbüßter Sperre wieder eingreifen können. Viktor Beck konnte zwar krankheitsbedingt kaum trainieren. Die Hoffnung ist aber groß, dass er spielen kann. Ein Fragezeichen steht hinter Verteidiger Finn Walkowiak, der von einem Schuss am Fuß getroffen worden war. Klar ist, dass Robin Slanina noch ausfallen wird. Pavel Pisarik ist zwar bereits fleißig auf dem Eis. "Er sagt aber, dass er noch keine richtige Kraft beim Schuss hat", so Petrozza. Er will nicht den Fehler machen, den Tschechen nach seiner Handverletzung (Kahnbeinbruch) zu früh einzusetzen. Was am Sonntag im Ruhrderby auf die Füchse zukommt? "Über dieses Spiel mache ich mir nach der Partie in Tilburg Gedanken", sagt Petrozza.

Einen Paukenschlag gab es bei den Hannover Scorpions, bei denen der EVD am Sonntag mit 6:7 nach Verlängerung verloren hat. Sie haben sich mit sofortiger Wirkung vom Kanadier Michael Budd getrennt. Wie die Wedemärker mitteilen, wurde er bei einer Dopingkontrolle positiv getestet. Ob dies auch seitens des DEB Konsequenzen für die Scorpions hat, stand am Donnerstag noch nicht fest.

(the)
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