Fußball: Der erste Härtetest für den VfB

Fußball : Der erste Härtetest für den VfB

Homberg trifft daheim auf den TV Jahn Hiesfeld. Neu-Trainer Janßen baut weiter auf Thomas Schlieter.

Nach Testspielen gegen unterklassige Gegner wie den VfL Rheinhausen (4:1), den Vogelheimer SV (4:2) und den SV Haesen/Hochheide (9:0) wird es für die Fußballer des VfB Homberg so langsam ernst. Am Mittwochabend (19 Uhr) kommt Oberligist TV Jahn Hiesfeld an den Rheindeich. "Der TV Jahn hat eine Topmannschaft", sagt Hombergs neuer Trainer Stefan Janßen, "klar kann es da auch mal passieren, dass wir mit einer Niederlage vom Platz gehen." Doch Janßens Vorbereitung ist nicht darauf ausgelegt, möglichst ungeschlagen durchzukommen. "Ich möchte Erkenntnisse sammeln, die uns im Hinblick auf die neue Landesligasaison weiterbringen. Gegen unterklassige Teams geht es natürlich darum, viele Akzente nach vorne zu setzen. Im Duell mit Hiesfeld liegt das Hauptaugenmerk auf der Arbeit gegen den Ball."

Nach wie vor beobachtet Janßen die Auftritte des neu zusammengestellten Kaders mit Argusaugen. Eine Entscheidung, wer die neue Nummer eins bei den Hombergern wird, steht noch aus. Philipp Gutkowski und Fabian Groß bewerben sich um die Stelle im Kasten. Janßen: "Beide Torhüter bekommen exakt die gleiche Anzahl an Spielminuten. Philipp und Fabian sind sehr junge Burschen. Das Rennen ist völlig offen." Sobald sich der Homberger Coach für einen Schlussmann entschieden hat, muss das allerdings nicht heißen, dass er 30 Spiele am Stück absolviert. "Es gibt viele Meinungen, die sagen: Es muss eine klare Nummer eins geben. Wenn zwei Keeper gleichauf liegen, dann sehe ich das etwas anders. Bei meiner Station in Oberhausen habe ich es so gehalten, dass alle vier, fünf Spiele gewechselt wurde."

Bei der Benennung des neuen Kapitäns geht die Tendenz zur altbewährten Variante. Ex-RWO-Profi Thomas Schlieter, der den VfB Homberg in der Abstiegssaison auf das Feld führte, dürfte seine angestammte Rolle behalten. Janßen: "Endgültig entscheiden werde ich die Kapitänsfrage in der Woche vor dem Meisterschaftsbeginn. Ich wüsste allerdings nicht, was ich an Thomas Schlieter ändern sollte. Er ist Führungsspieler, ein guter Typ, extrem wichtig für die Mannschaft und total anerkannt."

Beim Mannschaftsrat wird sich nach zahlreichen Zu- und Abgängen zwangsläufig ein neues Gremium herauskristallisieren. Janßen will und muss alte Zöpfe abschneiden und eine positive Stimmung entfachen. Aber er wird am Rheindeich auch nicht jeden Kieselstein umdrehen.

"In Homberg", sagt der 45-Jährige, "sind viele Sachen richtig gut. Den Spielern wird vieles abgenommen. Für mich als Trainer ist das Feld bereitet. Die Verantwortlichen geben sich allergrößte Mühe und sind sehr engagiert. Natürlich ist ein Abstieg bitter, aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass hier über Jahre alles verkehrt gemacht wurde."

(tt)
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