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Wasserball: Der ASCD gewinnt das erste Finale

Wasserball : Der ASCD gewinnt das erste Finale

Nach einem frühen 0:3-Rückstand kämpfen sich die Wasserballer zurück und halten Spandau 04 Berlin verdient mit 8:7 auf Distanz.

Die Wasserballer des ASC Duisburg haben gestern Abend den ersten Schritt hin zum "Double" gemacht. Drei Tage nach dem Sieg im Pokal-Endspiel entschieden die Amateure auch das erste Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Spandau 04 Berlin für sich. Im Vereinsbad behielt die Mannschaft von Trainer Arno Troost nach einem packenden Duell mit 8:7 (1:3, 2:1, 3:2, 2:2) die Oberhand.

Den Grundstein zum denkbar knappen Erfolg legte der ASCD, bei dem Philipp Kalberg anstelle von Manuel Grohs ins Aufgebot rückte, in der Defensive. Und mit einer inneren Ruhe, die beeindruckte. Zweieinhalb Minuten waren gespielt, da führte der Rekord-Champion aus der Hauptstadt bereits mit 3:0. Beeindrucken ließen sich die frisch gekürten Pokalsieger davon jedoch in keinster Weise. Nachdem Jan Obschernikat und Sven Roeßing nur das Torgestänge trafen, verkürzte Paul Schüler zum 1:3 (7.). Fortan hatte der ASCD merklich Oberwasser und stellte nach einem Bilderbuch-Konter, den Dennis Eidner sehenswert vollendete, den Anschluss wieder her (11.).

Bis zur Halbzeit konnte Spandau den hauchdünnen Vorsprung verteidigen. Gleich nach dem Wiederanpfiff riss der ASCD den Berlinern das Zepter dann aber mit Wucht aus der Hand. Yannik Zilken sorgte mit einem schlitzohrigen Überzahl-Treffer für den Ausgleich, Kapitän Tobias Kreuzmann für die erste Führung, die Paul Schüler zum 6:4 (23.) ausbaute.

Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Sekunden vor der letzten Viertelpause brachte Marin Restovic die Gäste wieder heran. Zu Beginn des Schlussabschnitts beruhigten Julian Real und wiederum Kreuzmann, der später zum Spieler des Tages gewählt wurde, mit ihren Treffern zum 8:5 (28.) die Nerven. Allerdings nur kurzzeitig. Erik Bukowski und Mateo Cuk brachten Spandau mit ihrem Doppelschlag wieder zurück in die Verlosung. Doch mit etwas Glück und dem unbedingten Siegeswillen überstand der ASCD die letzten drei Minuten und rettete den verdienten Erfolg ins Ziel.

Arno Troost zeigte sich nach Spielschluss angetan von der Moral seiner Mannschaft. "Dass wir nach einem 0:3-Rückstand so zurückkommen, ist verdammt stark. Am Ende haben wir es etwas zu spannend gemacht. Aber wir haben verdient gewonnen, und das ist, was zählt."

Fortgesetzt wird die Best-of-five-Serie am Wochenende in Berlin. Das zweite Spiel findet am Samstagnachmittag statt, das dritte Duell am Sonntagabend.

(kök)