Den Trumpf in der Hand

Die Bundesliga-Wasserballer des DSV 98 haben allerbeste Chancen, sich für die Ausscheidungsspiele zu den Play-offs zu qualifizieren. Dazu müssen die Wedauer "nur" ihre Pflicht erfüllen.

Vor Saisonbeginn hat Christian Koke eine Rechnung aufgemacht. Die geheim gehaltenen Bestandteile: Pflichtsiege, Kann-Punkte, eingeplante Niederlagen. Drei Spieltage vor dem Abschluss der Hauptrunde B scheint es, als würde Kokes Kalkulation aufgehen. Die von ihm trainierten Bundesliga-Wasserballer des DSV 98 können 13:9-Punkte vorweisen und haben damit aktuell den vierten Platz inne, der zur Teilnahme an den Ausscheidungsspielen zu den Play-offs berechtigt. Angesichts eines leichten Restprogramms müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn die 98er noch von Verfolger Krefeld 72 (12:12-Punkte) abgefangen würden. "Wir haben uns eine gute Ausgangssituation erarbeitet, können uns unserer Sache aber noch nicht sicher sein", mahnt Koke seine Schützlinge davor, die anstehenden Duelle mit den "Kellerkindern" auf die leichte Schulter zu nehmen. Heute (18 Uhr) schaut das Schlusslicht SGW Leimen/Mannheim im Schwimmstadion vorbei, nächste Woche ist die sechstplatzierte SG Neukölln zu Gast, zum Abschluss geht es am 12. März zum Tabellenvorletzten Poseidon Hamburg. Eines haben alle drei Rivalen gemeinsam: In den Hinspielen machten sie den 98ern das Leben schwer, wobei Neukölln sogar knapp die Oberhand behielt. "Es liegt nur an uns. Wir müssen unsere Nerven im Zaun halten und unser Potenzial abrufen. Dann sollte nichts mehr anbrennen", ist Koke guter Dinge, das Minimalziel zu erreichen. Ob die 98er eine gute Saison gespielt haben, wird sich ohnehin erst in den Pre-Play-offs entscheiden. Im "Best-of-five"-Duell mit einem der schwächeren Teams der Hauptrunde A (Wedding, Esslingen oder Weiden) können Tim Focke und Co. den Bundesliga-internen Aufstieg in die obere Gruppe schaffen.

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FSD empfangen Hohenlimburg

Die Damen der Freien Schwimmer haben ebenfalls noch drei Partien vor der Brust. Dann ist ihre Premierensaison in der Bundesliga beendet. Schon jetzt dürfen die Verantwortlichen feststellen, dass es die richtige Entscheidung war, den Schritt in die Bel Etage zu wagen. Das Ziel, den siebten Platz im Neunerfeld zu belegen, wird die Mannschaft von Markus Tophoven mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlicht erreichen. Und sollte im heutigen Heimspiel (14 Uhr) gegen den direkten Rivalen Hohenlimburger SV die Revanche für die Hinspiel-Niederlage (7:8) gelingen, könnten die FSD-Mädels die Spielzeit sogar als Sechster beschließen.

(RP)