Eishockey: Den Ruhrpott-Titel verpasst

Eishockey: Den Ruhrpott-Titel verpasst

Duisburgs Eishockey-Füchse mussten dem Nachbarn aus Essen die Regionalliga-Meisterschaft überlassen. Das dritte Finalspiel verlor die Mannschaft von Jesse Panek am Essener Westbahnhof mit 2:3.

Essener Eishockey-Spieler, die wie Schulbuben übers glatte Parkett tollen, sich auf die Schulter klopfen und über ihren Torwart Torsten Schmidt herfallen. Wer will schon so was sehen, wenn er aus Duisburg kommt? Doch der Anblick ließ sich am Dienstagabend am Westbahnhof nicht vermeiden. Vor knapp 3 000 Zuschauern sicherten sich die Moskitos den Regionalliga-Titel. Im dritten und entscheidenden Spiel der Finalserie setzten sich die Hausherren gegen die Füchse Duisburg mit 3:2 (0:0, 3:2, 0:0) durch und sicherten sich den für die Fans so wichtigen Ruhrpott-Titel.

Nach dem ersten Sieg in Essen am Freitag patzte das Team von Trainer Czeslaw Panek zweimal in Folge und steht nun als Vizemeister leicht bedröppelt in der Landschaft. Denn das muss der Neid den Moskitos lassen: Sie gewannen sehr verdient die finale Serie. Nils Liesegang, der wohl beste Stürmer der Liga, räumte ein, dass der Nachbar den Sieg wohl etwas mehr wollte als der EVD. So werden Play-offs entschieden. Trainer Jesse Panek räumte ein: "Essen war das eine Tor besser oder vielleicht auch glücklicher." Den Coach grämten vor allem zwei Dinge: "Wenn wir am Sonntag zu Hause so gespielt hätten wie jetzt in Essen, dann hätten wir alles klar gemacht." Und: "Wenn ich meiner Mannschaft einen Vorwurf machen kann, dann ist es die mangelnde Chancenverwertung." In der Tat: Arthur Tekaev und Franz Fritzmeier trafen den Pfosten, Janne Kujala ließ zwei Alleingänge aus, und Nils Liesegang scheiterte kurz vor Schluss daran, den Puck im leeren Tor unterzubringen.

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So blieb es bei den Treffern, die allein im zweiten Drittel fielen. Kohmann (26.) legte in Überzahl für die Hausherren vor. Kastner (32.) machte von der blauen Linie aus das 2:0. Mats Schöbel (35.) gelang der Anschlusstreffer, als ihm Nils Liesegang den Puck vor den Schlittschuh schoss. Mit einem feinen Sololauf besorgte Liesegang (37.) den Ausgleich. Für einen Augenblick schien das Team wach und ansprechbar. Die gute Tat verdarb sich Liesegang gleich, als er kurz sich vor Ende des Drittels einen Ellbogencheck erlaubte und Essen die Strafzeit zur Entscheidung durch Inman (39.) nutzte. Einmal mehr war zu sehen, dass die Moskitos aggressiver spielten und dem EVD nicht erlaubten, seine technische Überlegenheit auszuspielen. Selbst die Umstellung auf zwei Reihen in der Schlussphase brachte nichts. Der Fuchs kam einfach zu selten klar vor das Tor des Gegners.

(RP)